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Kategorie:
Polizeimeldungen

Verkehrsunfallentwicklung 2018

Polizeidirektion Ost

Überregional

Kategorie
Verkehr
Datum
28.02.2019

Frankfurt (Oder) - Verkehrsunfallgeschehen 2018

Weniger Unfälle und weniger Verkehrstote als 2017

Im Jahr 2018 ereigneten sich auf dem Territorium der PD Ost  23.621 Verkehrsunfälle. Das sind 1.353 weniger  als im Jahr davor (24.974). Auf allen Straßen, egal ob Bundesstraße, Landstraße oder Autobahn, sanken im letzten Jahr die von der Polizei aufgenommenen Unfälle. Die Folgen der Unfälle sind sehr differenziert zu betrachten. Die Zahl der schwer verletzten Personen sank um 7,9 %. Wurden im Jahr 2017 noch 889 Menschen bei Verkehrsunfällen schwer verletzt, so waren es im Jahr darauf 819. Auch die Zahl der tödlich verletzten Verkehrsteilnehmer sank von 51 (2017) auf 41 (2018). Dafür stieg sie bei den leicht verletzten Personen.  2.548 Personen  trugen 2017 leichte Verletzungen davon. Im Jahr darauf mussten 2.697 Personen nach Unfällen ambulant behandelt werden. 29,3 % aller Unfälle sind Wildunfälle, die zum größten Teil mit Sachschäden einhergingen.

Der Leiter der Polizeidirektion Ost Olaf Fischer: „Die leichte Entspannung der Verkehrsunfalllage 2018 ist erfreulich, wird aber nicht dazu führen, dass die Polizei in nächster Zeit weniger Verkehrsverstöße ahnden oder die Präventionsthemen vernachlässigen wird.“ 

Die durch Verkehrsunfälle getöteten Personen waren 6 Fußgänger, 5 Motorradfahrer, 5 Fahrradfahrer, 3 Insassen in Fahrzeugen, ein Transporter-und ein LKW-Fahrer. Die PKW- Fahrer stellen mit 20 verstorbenen Menschen in Folge von Verkehrsunfällen den größten Anteil. Hier liegen die Ursachen zumeist beim zu schnellen Fahren oder am Alkoholeinfluss.

Im Jahr 2018 registrierte die Polizei 342 Unfälle, bei denen der Verursacher mehr als 1,1 Promille im Blut hatte. Das sind 37 mehr dieser Unfälle als im Vorjahr. Dabei wurden 178 Personen verletzt (2017: 111). Hier zeigt sich, dass Männer offenbar leichtfertiger mit Promillegrenzen umgehen als Frauen. Letztere waren mit 55 Unfällen an den Alkoholunfällen beteiligt. 287 gingen auf das Konto der Männer.

Beispiel:

Kossenblatt – Von der Straße abgekommen

 

Am 8. April 2018 fuhr der Fahrer eines PKW BMW von Kossenblatt in Richtung Giesendorf. In einer Rechtskurve kam er wegen zu hoher Geschwindigkeit nach rechts von der Straße ab und überschlug sich. Der Fahrer und der Beifahrer wurden schwer verletzt in das Krankenhaus Markendorf gefahren. Bei der Unfallaufnahme stellte die Polizei fest, dass der Fahrer keine Fahrerlaubnis besitzt, der PKW nicht zugelassen war und der 32- jährige Fahrer einen Atemalkoholwert von drei Promille hatte. Der Sachschaden beträgt ca. 1.500 Euro. Mehrere Anzeigen nahm die Polizei auf.

 

Einen deutlichen Anstieg gab es bei Unfällen infolge unangepasster  Geschwindigkeit. Im Jahr 2017 zählte die Polizei noch 875 Unfälle und 2018 liegt die Zahl bei 1.023. Ein Anstieg um 16,9 %. Immer besser ausgebaute Straßen und bessere Motorisierung der Fahrzeuge lassen viele Fahrzeugführer, speziell PKW-Führer, die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung ignorieren. Wurden 2017 noch 395 Personen verletzt, so waren es 2018 schon 553. Außerdem stand nach eingehenden Untersuchungen fest, dass in beiden Jahren zu hoher Geschwindigkeit jeweils 14 Menschen bei Unfällen getötet wurden.

Der Leiter der Verkehrspolizei stellt fest: „Geschwindigkeitsbegrenzungen sind nicht willkürlich aufgestellt. Wenn Fahrzeugführer sie einhalten, werden Gefahren für Unfälle und deren Folgen minimiert.“

Die Zahl der Unfälle, die an einem Baum endeten, ist im Jahr 2018 (427) gesunken. Im Jahr davor waren es noch 514 Unfälle, was einen Rückgang von 16,9 % bedeutet. Auch die Anzahl der verletzten Personen sank um 15,9 %. 253 Unfallbeteiligte wurden verletzt (2017: 236) und 15 Menschen starben (2017: 21).

Zur Polizeidirektion Ost gehören die BAB12 zwischen Dreieck Spreeau und dem Grenzübergang Frankfurt (Oder), die BAB10 zwischen Dreieck Spreeau und Dreieck Barnim, die BAB11 zwischen Dreieck Barnim und dem Grenzübergang Schmölln und ein Teil der BAB20 zwischen Kreuz Uckermark und der Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern am km 306.

Auf den Autobahnen registrierte die Polizei zum ersten Mal seit mehreren Jahren einen Rückgang der Unfallzahlen um 2,6 %. Das sind 41 weniger Unfälle als im Jahr 2017 (1.564). Jedoch wurden mehr Menschen verletzt. 2017 wurden 349 Personen nach Unfällen ärztlich behandelt und 2018 waren es bereits 371 Personen. Die Zahl der Unfallopfer, die in Folge der Verletzungen verstarben, blieb mit je 5 Personen in den Jahren 2017 und 2018 konstant.

An vielen Stellen der Autobahnen, die durch die Polizeidirektion Ost verlaufen, verlangten Baustellen zum Teil über mehrere Monate die besondere Aufmerksamkeit der Fahrzeugführer. Von den 1.523 Unfällen auf den Autobahnen (2018) ereigneten sich 331 innerhalb von Baustellen (ab Ankündigung durch Geschwindigkeitsbegrenzung). Das sind 11 Unfälle mehr als 2017. Hier handelt es sich überwiegend um Auffahrunfälle. 57 Fahrzeuginsassen wurden dabei verletzt (2017: 45).

Betrachtet man die BAB12 genauer, so sind die Unfallzahlen seit 2015 in jedem Jahr leicht angestiegen. So verhält es sich auch mit den verletzten Personen.  2015: 397 Unfälle und 64 Verletzte, 2016: 409 Unfälle und 62 Verletzte, 2017: 468 Unfälle und 99 Verletzte, 2018: 504 Unfälle und 126 Verletzte. Kamen 2017 noch 4 Personen nach Unfällen zu Tode, so war es 2018 noch eine Person.

Beispiel:

BAB 12 – Unfall forderte ein Todesopfer

 

Am 04.04.2018, gegen 02:10 Uhr, wurde die Polizei über einen schweren Unfall zwischen Fürstenwalde West und Storkow in in Fahrtrichtung Berlin in Kenntnis gesetzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Sattelzug auf einen voraus fahrenden Schwerlasttransporter aufgefahren und hatte dabei einen zwischen beiden Fahrzeugen befindlichen Kleintransporter eingeklemmt. Der Fahrer dieses Kleintransporters verstarb noch an der Unfallstelle. Über seine Identität ist gegenwärtig noch nichts bekannt. Die aus Polen stammenden Insassen der beiden Lastkraftwagen wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Infolge des Unfalls war ein mit Gartenmöbeln beladener Sattelzug in Brand geraten. Der Sachschaden beträgt geschätzte 330.000 Euro. Gegen 06:50 Uhr gab die Feuerwehr die linke Fahrspur wieder frei, so dass sich der angestaute Verkehr langsam abbauen konnte. Anschließend wurde die Unfallstelle jedoch noch einmal gesperrt, um die Bergungung der Fahrzeuge zu ermöglichen.     

 

Um 9,6 % sind Unfälle mit Beteiligung von LKW gesunken. 2018 nahm die Polizei 3.329 Unfälle mit LKW auf (2017: 3.683). Jedoch trugen 11 Personen mehr als 2017 (385) Verletzungen davon. Im Jahr 2017 verstarben 15 Personen an den Folgen von LKW-Unfällen. Im letzten Jahr waren es vier Personen. Der Anteil der ausländischen LKW-Fahrer, die Unfälle verursachten, liegt bei 28%. Starben 2017 noch 15 Personen an den Folgen von Unfällen mit Beteiligung von LKW, so waren es 2018 noch 4 Personen.

Die LKW/Transporter bis 3,5 Tonnen erfreuen sich bei den Speditionen immer größerer Beliebtheit. Sie sind schneller, wendiger und müssen nicht über die vielen technischen Raffinessen verfügen wie Sattelzugmaschinen. Viele Speditionen schaffen sich kleinere Fahrzeuge an und besetzen diese mit Fahrern aus Osteuropa. Erfreulicherweise gingen die Unfälle mit LKW bis 3,5 Tonnen um 12,3 % zurück (2017: 2.146 / 2018: 1.881), jedoch stieg die Anzahl der verletzten Personen (25) leicht an. Sie lag 2017 bei 218.

Die jungen Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren bereiteten der Polizei mehrere Jahre Sorgen. Seit drei Jahren sind die Unfallzahlen nahezu konstant (2018: 1.750). Bei den verletzten Personen registrierte die Polizei im letzten Jahr einen deutlichen Rückgang. Wurden 2017 noch 415 Personen verletzt, so waren es ein Jahr später noch 347. Allerdings erlagen bei diesen Unfällen 6 Personen ihren schweren Verletzungen (2017: 4).

Zwischen Frühling und Herbst einen jeden Jahres erfreut sich Motorradfahren steigender Beliebtheit. Leider spiegelt sich das auch am Unfallgeschehen wieder. 441 Verkehrsunfälle nahm die Polizei 2018 auf, an welchen Motorradfahrer beteiligt waren (2017: 392). Bei Motorradunfällen wurden im letzten Jahr 309 Menschen verletzt. Das sind 34 mehr als im Vorjahr. 5 Motorradfahrer verstarben nach Unfällen (2017: 9).

Beispiel:

Britz – Ein Toter und ein Schwerverletzter nach Unfall zu beklagen

Am Nachmittag des 16.09.2018 kam es auf der L23 zu einem schweren Verkehrsunfall.

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Hondafahrer mit anderen Motorrädern in einer Kolonne zwischen Eberswalde und Britz unterwegs gewesen. Kurz vor einer S-Kurve wollte der 65-Jährige ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen. Doch stieß seine Maschine hier mit einer entgegenkommenden Yamaha zusammen. Dieses Motorrad war ebenfalls in einer Kolonne von Bikern unterwegs. In der Folge prallte eine hinter der Yamaha fahrende Ducati gegen die bereits liegende Honda und der Fahrer der Ducati stürzte samt seines Krades auf die Straße. Der 65 Jahre alte Hondafahrer erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der 35-jährige Yamahafahrer musste mit schweren Verletzungen in das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn ausgeflogen werden. Leichtere Verletzungen erlitt der 33- jährige Fahrer der Ducati. Er wurde ambulant an der Unfallstelle behandelt. Die L23 musste für die Rettungs- und Bergungsarbeiten für 2,5 Stunden voll gesperrt werden. 

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