Kriminalitätslage 2018

PD Nord

Überregional

Kategorie
Daten und Fakten
Datum
16.10.2019

Am heutigen Tag stellten der Leiter der Polizeidirektion Frank Storch und der Leiter der Kriminalpolizei der Direktion Olaf Gaebel die Entwicklung der Kriminalität im Bereich der Polizeidirektion Nord im Jahr 2018 der Öffentlichkeit dar.

 

Nach einem leichten Anstieg im Jahr 2016 sanken die Fallzahlen im Jahr 2018 weiter wie im Vorjahr um 315 auf 24.963 registrierte Fälle. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote deutlich auf 59,5 % und liegt damit weiterhin über dem Landesdurchschnitt (56,0%).

 

Bei der Politisch Motivierten Kriminalität wurde dem landesweiten Trend entsprechend ein deutlicher Rückgang der Straftaten (-151) auf den Stand von 308 Fällen registriert. Darunter sind 23 (-19) politisch motivierte Gewaltdelikte. Die Aufklärungsquote stieg von 55,3% auf 62,7%.

 

Insgesamt wurden in der Polizeidirektion Nord für das vergangene Jahr 24.963 Straftaten (2017: 25.278) erfasst, von denen 14.862aufgeklärt werden konnten. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 59,5% (2017: 56,5%).

Dabei wurden 453 Kinder, 938 Jugendliche, 683 Heranwachsende und 7.944 Erwachsene (ab 21 Jahren) als Tatverdächtige ermittelt. Von den insgesamt 10.018 Personen waren 1.595 (-18) nichtdeutscher Herkunft und davon wiederrum 819 Zuwanderer. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen bilden dadurch die Polen die stärkste Gruppe (218 Tatverdächtige), vor 168 Syrern, 163 Straftätern aus der Russischen Föderation, 135 Afghanen, 110 Rumänen und 72 Türken.

 

Die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (Anzahl der Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner) sank leicht auf 6.458 nach 6.551 im Vorjahr. Das bedeutet dennoch, dass die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, deutlich unter dem Landesdurchschnitt (6.902) liegt.

Für den Landkreis Prignitz wurden 4.602 Straftaten erfasst (-230), von denen 2.936 aufgeklärt werden konnten (AQ 63,8%). In Ostprignitz-Ruppin wurden 4.958 von 7.683 (+58) erfassten Straftaten aufgeklärt (AQ 64,5%) und im Landkreis Oberhavel waren es 6.968 von 12.678 (-143) registrierten Fällen (AQ 55,0%).

 

Die Kriminalitätsentwicklung zeigt sich uneinheitlich:

 

Während die Diebstähle zum Beispiel um 764 auf 8.002 Fälle und die Sachbeschädigungen um 148 auf 2.952 Fälle sanken, stiegen die Betrugsfälle um 401 auf 3.105 Straftaten. Rauschgiftdelikte wurden 1.029 Fälle gezählt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 156 Fälle.

 

Der Diebstahl von PKW stieg von 214 auf 226 Fälle, von denen 68 aufgeklärt werden konnten (AQ 30,1%). Diebstähle in/aus PKW stiegen auf 1.131 Fälle (+57), Wohnungseinbrüche sanken um 178 Fälle auf 385. Beim Diebstahl von Fahrrädern stieg die Zahl um 21 auf 1.611 Strafanzeigen. Die Anzahl der Diebstahl in/aus Firmensank hingegen um 140 Fälle auf 596 Delikte, die niedrigste Zahl seit vielen Jahren!

Der Anstieg der Betrugsdelikte um 401 auf 3.105 Fälle zeigte sich auch bei Straftaten unter Nutzung des Internets, die ja zum wesentlichen Teil auch Betrugsstraftaten sind, um 320 auf 1.145 Fälle (davon 1.079 Betrugsstraftaten).

 

Im Bereich der Gewaltkriminalität (Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raub, Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche und schwere Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme, Angriff auf Luft- und Seeverkehr) sank die Zahl um 91 Fälle auf 744 Straftaten, von denen aber 87,1 % (648 Fälle) aufgeklärt werden konnten. Nicht dazu zählen 2.773 Körperverletzungen (-37). Damit korrespondierend wurden auch allein 192 (-13) Gewaltstraftaten gegen Polizeibeamte und Rettungskräfte registriert.

 

Die Politisch Motivierte Kriminalität sank um 151 Fälle auf 308. 193 Fälle konnten aufgeklärt werden (AQ 62,7 %). Zu der Gesamtzahl gehörten 260 (+5) Fälle zur rechts, und 16 (-74) Fälle zur links motivierten Kriminalität. Die Anzahl der Straftaten der politisch motivierten Ausländerkriminalität, z.B. in Form deutschfeindlicher Beleidigungen oder körperlicher Angriffe, sank von 10 auf acht Fälle. 24 waren keiner Richtung zuzuordnen. Zugleich sank jedoch der Anteil der Gewaltdelikte innerhalb der politisch motivierten Kriminalität auf noch 23 Fälle (-19). Von den 23 politisch motivierten Gewaltstraftaten waren 18 rechts und ein Fall links motiviert sowie zwei der politisch motivierten Ausländerkriminalität zuzurechnen. Zwei Fälle konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

In der Prignitz wurden 63 (-45) politisch motivierte Delikte erfasst, für OPR insgesamt 87 (-50) und für OHV 158 (-56).

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