Potsdam. Zur Bekämpfung der internationalen Geldwäsche durch organisierte Strukturen wurde am heutigen Tage ein behördenübergreifender Einsatz unter Sachleitungsbefugnis der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) durchgeführt. Einsatzkräfte der Polizei des Landes Brandenburg durchsuchten über 20 Wohn- und Firmenanschriften in Brandenburg, Berlin und Sachsen.
Der 41-jährige Hauptbeschuldigte aus Brandenburg, gegen den bereits im Vorfeld ein Haftbefehl erwirkt wurde, konnte festgenommen werden. Ihm und fünf weiteren Mittätern wird vorgeworfen, ein Netzwerk aus Scheinfirmen und ein Geflecht aus Konten errichtet zu haben, worüber die organisierte Kriminalität Gelder in Millionenhöhe aus illegalen Quellen verschleiern und in den legalen Wirtschaftskreislauf schleusen konnte.
Im Rahmen der Durchsuchungen konnten Datenträger, Fahrzeuge, Vermögenswerte und Geschäftsunterlagen beschlagnahmt werden.
Die umfangreichen Ermittlungen erfolgten in Federführung des Landeskriminalamtes Brandenburg in enger Zusammenarbeit mit der Zollfahndung, der Steuerfahndung des Finanzamtes Potsdam und Cottbus, der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).