Potsdam. Vom 25. bis 29. März 2026 fanden landesweite Aktionstage für mehr Verkehrssicherheit statt. Der Fokus der Kontrollen lag dabei auf Elektrokleinstfahrzeugen, sog. E-Scootern, sowie auf besonders gefährdeten Gruppen wie Fußgängern, Zweiradfahrern, Kindern und Senioren.
Im Rahmen der Aktionswoche stellte die Polizei rund 940 Verstöße fest, davon ca. 140 im Zusammenhang mit E-Scootern. In 58 Fällen wurde die falsche Straßenbenutzung festgestellt, 17 Mal war die Beleuchtung nicht vorschriftsmäßig und in 10 Fällen wurde die Nutzung von elektronischen Geräten während der Fahrt festgestellt. Zudem wurden in 7 Fällen Fehler beim Abbiegen oder Missachtungen der Vorfahrt im Zusammenhang mit E-Scootern geahndet.
So wurde beispielsweise am 29.03.2026 ein 17-Jähriger mit einem Elektrokleinstfahrzeug in Rheinsberg (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) ohne gültiges Versicherungskennzeichen festgestellt. Es wurde Strafanzeige aufgenommen und die Weiterfahrt untersagt.
In Prenzlau (Landkreis Uckermark) stellten Einsatzkräfte am 26.03.2026 einen 34-Jährigen auf einem E-Scooter fest. Er steht im Verdacht unter Einfluss von Betäubungsmitteln gestanden zu haben. Eine Blutprobe wurde angeordnet, die Weiterfahrt wurde untersagt und Anzeige aufgenommen.
Ute Döpke
stellv. Leiterin Sachbereich Verkehrsangelegenheiten / Verkehrsunfallprävention
im Polizeipräsidium
„Die gute Nachricht, die Ergebnisse der Kontrollen zeigen, dass sich viele Verkehrsteilnehmende an die Regeln halten. Die weniger gute, das festgestellte Fehlverhalten kann im Ernstfall zu schweren Verletzungen führen. Für die Polizei Anlass, auch zukünftig Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durchzuführen. Gleichzeitig appellieren wir an alle Verkehrsteilnehmenden zu mehr gegenseitiger Rücksicht. Diese ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um die Sicherheit aller am Straßenverkehr Beteiligten geht.”
Hintergrund dieser Maßnahmen ist die Verkehrsunfallbilanz des Vorjahres: 2025 verzeichnete das Polizeipräsidium einen Anstieg bzw. eine Stagnation der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von vulnerablen Verkehrsteilnehmenden. Insbesondere die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern ist stark angestiegen.
Im vergangenen Jahr ereigneten sich 438 Verkehrsunfälle mit E-Scootern, bei denen insgesamt 379 Personen verletzt wurden, 52 davon schwer. Angesichts dieser Unfallzahlen führte die Polizei insbesondere im Zusammenhang mit typischen Risikofaktoren wie Abbiegevorgänge, Vorfahrtsregeln und das Beachten von Ampelanlagen Kontrollen durch. Auch der technische Zustand der Fahrzeuge wurde überprüft. Flankiert wurden die Kontrollen von Präventions- und Informationsangeboten.