Am Abend des 18.06.2026 entdeckten Polizisten einen jungen Mann, der auf einer Simson durch die Friedrich-Engels-Straße fuhr. Ihrem kriminalistischen Spürsinn folgend, entschlossen sich die Beamten, dem Moped zu folgen und sich das Ganze einmal genauer zu betrachten. Doch schien der Fahrer dies bemerkt zu haben. Blitzschnell war er verschwunden und mit dem Gedanken, dass hier scheinbar doch Einiges im Argen liegen könnte, machte sich die Streifenwagenbesatzung auf die Suche nach dem Zweirad und dem offensichtlich Jugendlichen.
Ihn fanden sie kurz darauf in einer Traube anderer Biker, die sich An der Festwiese eingefunden hatten. Was noch fehlte, war die Simson. Und auch da wurde man recht schnell fündig. Die Maschine lag nämlich versteckt in einem Gebüsch. Die angebrachten Kennzeichen erwiesen sich als gefälscht und offenbar waren am Zweirad auch technische Veränderungen vorgenommen worden. Für eine Leistungssteigerung des Motors würde jedoch die bestehende Führerscheinklasse des 16-jährigen Uckermärkers nicht ausreichen. Sein Gefährt ist beschlagnahmt und wird nun ganz genau unter die Lupe genommen.
Die Urkundenfälschung, den Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz sowie den Kennzeichenmissbrauch dürften nicht wegzureden sein. Bleibt die Frage, ob hier tatsächlich auch ein Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis vorliegt.