Sicher in den Urlaub: Zahlungsmittel

Überregional

Kategorie
Vorbeugen und Schützen
Datum
23.06.2021

Die Sommerferien stehen vor der Tür. Und wer den Urlaub richtig plant, kann ihn in vollen Zügen genießen. Ob Pauschalurlaub oder Abenteuertrip, die Geldversorgung auf Reisen will gut vorbereitet sein. Doch was gehört ins Portemonnaie? Das Wichtigste zuerst: Verlassen Sie sich niemals nur auf ein Zahlungsmittel! Auf die Mischung kommt es an. Je nachdem, wohin die Reise geht, sollte man für verschiedene Lebenslagen gerüstet sein.

Die Checkliste für Urlauber:

  • Nicht zu viel Bargeld mitnehmen! Für die ersten Ausgaben reichen 100 bis 200 Euro in kleinen Scheinen. Fremde Währungen sollten Sie möglichst nur in Geldinstituten oder offiziellen Wechselstuben tauschen.
  • Klären Sie vor der Abreise mit der Bank, ob die Girocard für den Einsatz im Urlaubsland freigeschaltet ist. Ggfls. passen Sie das Auslandslimit für die Reisezeit an und erfragen Details zu Gebühren für Abhebungen und Zahlungen.
  • Zwei gültige Zahlungskarten sollten auf Reisen dabei sein, denn nicht jede Karte ist überall einsetzbar und kann auch mal defekt sein.
  • Urlauber sollten ihre persönlichen Geheimzahlen (PIN) auswendig lernen. Verdecken Sie die PIN-Eingabe immer und achten darauf, dass ein Sicherheitsabstand zu anderen Personen gegeben ist.
  • Egal ob beim Bezahlen oder am Geldautomaten: Lassen Sie immer in Landeswährung abrechnen und verzichten auf eine Euro-Umrechnung!
  • Behalten Sie beim Bezahlen immer die Zahlungskarte im Blick und achten darauf, dass man die eigene Karte zurück bekommt.
  • Lassen Sie Geldbeutel und andere Wertsachen nicht unbeaufsichtigt in Auto, Hotelzimmer oder in der Ferienwohnung zurück!
  • Verteilen Sie Bargeld, Zahlungskarten und Ausweispapiere in verschlossenen Innentaschen der Kleidung bzw. nutzen einen Brustbeutel! Achten Sie besonders im dichten Gedränge verstärkt auf die Wertsachen!


Taschendiebe sind immer dort aktiv, wo viele Menschen zusammenkommen, zum Beispiel auf Märkten, Festen, Flaniermeilen oder an vollen Stränden. Sie arbeiten sehr häufig in Gruppen, einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Wertsachen und übergibt sie an einen Dritten, der unerkannt in der Menge verschwindet.

Wer den Verlust seiner Zahlungskarten bemerkt, sollte umgehend handeln:

  • Veranlassen Sie die sofortige Sperrung aller Karten! Über den zentralen Sperr-Notruf +49 116 116* lassen sich alle Girocards und die meisten Kreditkarten sperren!
  • Alternativ: Mit der Sperr-App 116 116 können Sie die Daten Ihrer Zahlungskarten speichern und Girocards direkt aus der App sperren.
  • Prüfen Sie sorgfältig Ihre Kontobewegungen und lassen Sie unrechtmäßige Lastschriften zurückbuchen!

Wenn es im Ernstfall schnell gehen muss, hilft der SOS-Infopass! Dieser beinhaltet die wichtigsten Sperr-Rufnummern für Zahlungskarten und man kann eigene Nummern wie z.B. die IBAN oder die Personalausweisnummer auf ihm notieren. Separat vom Portemonnaie aufbewahrt, erspart er unnötigen Zeitverlust. 

* Sperr-Notruf 116 116 aus Deutschland kostenfrei; Gebühren für Anrufe aus dem Ausland abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber. Alternative Rufnummer aus dem Ausland +49 30 4050 4050.
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Über die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes:
Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt seit mehr als 40 Jahren das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, z.B. Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Über den Sperr-Notruf 116 116 e.V.:
Bei Verlust verschiedener elektronischer Medien – wie girocards, Kreditkarten, Online Banking Accounts, Personalausweisen, Mobilfunkkarten, Mitarbeiterausweisen oder Kundenkarten – können Verbraucher diese über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. So haben sie im Notfall rund um die Uhr eine zentrale, innerhalb Deutschlands gebührenfreie Rufnummer, um ihre Medien in einem Schritt sperren zu lassen. Die Sperrung ist wichtig, da im Verlustfall sonst sowohl für den Herausgeber als auch für den Verbraucher finanzielle Schäden und datenschutz- oder datensicherheitsspezifische Gefahren drohen. Der Sperr-Notruf 116 116 e.V. wurde 2002 gegründet und erhielt 2004 das Nutzungsrecht an der Kurzrufnummer 116 116 von der Bundesnetzagentur. Jährlich werden inzwischen rund 1,4 Millionen Sperrweiterleitungen veranlasst. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Sicherheit elektronischer Berechtigungen zu fördern. Dazu sollen möglichst viele Herausgeber für die Teilnahme am Sperr-Notruf gewonnen werden.

 

Mehr Informationen finden Sie unter: Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder

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