Kriminalitätsentwicklung in der PD Nord im Jahr 2025

Polizeidirektion Nord

Überregional

Kategorie
Daten und Fakten
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Datum
31.03.2026

1. Gesamtüberblick – leichter Anstieg in der Kriminalitätsentwicklung

Neuruppin – Die Anzahl der Straftaten (Fälle) insgesamt ist in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Zuständigkeitsbereich der PD Nord im Jahr 2025 leicht angestiegen (+2,1%; +489 Fälle).  Im Zehnjahresvergleich liegt die Kriminalitätsbelastung in der PD Nord dennoch im unteren Bereich.

PKS PD Nord 2025 - GesamtkriminalitätPKS PD Nord 2025 - Gesamtkriminalität

 

In der PD Nord wurden im vergangenen Jahr insgesamt 23.833 Fälle (2024: 23.344) erfasst, von denen 13.780 Fälle aufgeklärt werden konnten. Dies entspricht einer Aufklärungsquote (AQ) von 57,8% (2024: 58,3%). Die AQ der PD Nord liegt geringfügig über dem Landesdurchschnitt von 57,7% und ordnet sich im Zehnjahresvergleich im mittleren Bereich ein.

Die Kriminalitätshäufigkeitszahl [1] (HZ) in der PD Nord liegt bei 6.073 (Land Brandenburg: 6.512). Die PD Nord ist und bleibt damit eine der sichersten Regionen des Landes Brandenburg.

 

2. Entwicklung der Tatverdächtigenstruktur

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 10.276 Tatverdächtige (TV) ermittelt (2024: 9.945). Das entspricht einem Anstieg von 3,3%, bzw. 331 TV. Von den 10.276 TV sind 75,2% männlich und 24,8% weiblich. 81% aller TV sind deutsch und 19,0% nichtdeutsch. 8,7% der Tatverdächtigen sind Zuwanderer[2]. Der Anteil der TV mit deutscher Nationalität ist von 2024 zu 2025 um 4,7% angestiegen. Der Anteil der nichtdeutschen TV ist um 2,2% gesunken. Auffällig ist ein deutlicher Anstieg bei tatverdächtigen Kindern. Der Tatort Schule und der Umgang mit sozialen Medien haben Auswirkungen auf diese Entwicklung.

PKS PD Nord 2025 - TatverdächtigenstrukturPKS PD Nord 2025 - Tatverdächtigenstruktur

Bei den Tatverdächtigen nichtdeutscher Nationalität (1.950 insgesamt) bilden polnische Staatsbürger die stärkste Gruppe (254 TV), vor Syrern (187 TV), Rumänen (152 TV), Ukrainern (146 TV), Afghanen (135 TV), sowie Staatsangehörigen der russischen Föderation (127 TV). Wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind nicht ersichtlich.

 

2.1 Kinder unter 14 Jahren als Tatverdächtige

Von 10.276 TV im Jahr 2025 sind 693 Kinder unter 14 Jahren erfasst (Anteil: 6,7%). Sie sind in Deutschland strafunmündig. Statt einer gesetzlich normierten Strafe werden meist Erziehungsmaßnahmen ausgesprochen. Fälle, in denen Kinder als tatverdächtig erfasst wurden, sind neben der Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) (von 417 TV sind 122 Kinder unter 14 Jahren, +72), die vorsätzliche einfache Körperverletzung (1.766 TV insgesamt, davon 130 Kinder unter 14 Jahren, -5) und der Ladendiebstahl (707 TV insgesamt, davon 115 Kinder unter 14 Jahren, +20). Auch bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung, mithin bei der Gewaltkriminalität, sind Kinder unter 14 Jahren als tatverdächtig erfasst (von 715 TV sind 114 Kinder unter 14 Jahren, +25).

 

3. Gesamt- und Einzelbetrachtung der Deliktbereiche

Für den Bereich der Polizeidirektion Nord ergibt sich folgende Verteilung:

PKS PD Nord 2025 - Verteilung der GesamtkriminalitätPKS PD Nord 2025 - Verteilung der Gesamtkriminalität

 

3.1 Darstellung einzelner Deliktsbereiche

In der PKS nehmen Diebstahldelikte mit 27% den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität ein. Die Fallzahlen sind im Jahresvergleich um 196 Fälle auf 6.624 (3,0%) gestiegen. Darin enthalten sind Anstiege beim Ladendiebstahl insgesamt (9,8% auf 937 Fälle), beim Fahrraddiebstahl (4,2% auf 992 Fälle) und beim Wohnungseinbruchdiebstahl (25,6% auf 446 Fälle).

Die AQ beim Diebstahl insgesamt beträgt 25,8%, sie ist um -3,8% gefallen. Beim Diebstahl insgesamt wurden 1.581 TV ermittelt, davon sind 74,7% männlich und 25,3% weiblich. 494 TV haben eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit (31,2%).

Im Bereich der Straftaten gegen das Leben (16 Fälle im Jahr 2025, +6,7%, +1 Fall) ist ein leichter Anstieg erkennbar. Die AQ bei Straftaten gegen das Leben beträgt 87,5% (-5,8%). Zu diesen Delikten zählen Mord (2 Fälle; +1 Fall; AQ: 100%), Totschlag (7 Fälle; -3 Fälle; AQ: 100%), fahrlässige Tötung ohne Verkehrsunfall (6 Fälle; +3 Fälle; AQ: 66,7%) und der Abbruch der Schwangerschaft (1 Fall;

+1 Fall). Von den ermittelten 17 TV haben 6 Personen (35,3%) eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit. Es ist festzustellen, dass Fälle der fahrlässigen Tötung, darunter sind hauptsächlich Untersuchungsverfahren zu möglichen ärztlichen Kunstfehlern und Unterlassungsdelikte im Zusammenhang mit der Pflege eines Menschen erfasst, zunehmen.

 Ein Fallzahlenanstieg für das Jahr 2025 wird ebenfalls bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung insgesamt (699 Fälle 2025; 510 Fälle 2024; +189 Fälle; +37,1%) verzeichnet. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) (397 Fälle; +174 Fälle; +78%). Auch die Vergewaltigung erfährt im Jahresvergleich einen Anstieg (58 Fälle; +14 Fälle; +31,8%). Geringfügige Abnahmen werden im Bereich des sex. Missbrauchs (119 Fälle; -3 Fälle; -2,5%), darunter die exhibitionistischen Handlungen (25 Fälle; -6 Fälle; -19,4%) registriert. Durch verstärkte Kooperation zwischen den Anbietern von Sozial Media Inhalten und den Strafverfolgungsbehörden im Zuge des NCMEC-Prozesses[3] werden zuvor unbekannt gebliebene strafrechtliche Inhalte polizeiliche bekannt und somit in der PKS erfasst.

Bei der Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse), welche in den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung enthalten sind, wurden 417 Tatverdächtigen (+185 TV im Vergleich zum Vorjahr) ermittelt. 8,9% der TV haben eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit. Die AQ beträgt 98,2%. Unter den 417 TV befinden sich 122 Kinder unter 14 Jahren (+72 TV-Kinder unter 14 Jahren im Vergleich zum Vorjahr) und 111 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren (+40 TV-Jugendliche im Vergleich zum Vorjahr). Diese 397 Fälle wurden zugleich in der PKS als Cybercrimedelikt erfasst. Zur Verbreitung der Erzeugnisse werden datenverarbeitende Medien, wie beispielsweise Mobiltelefone, vorrangig genutzt.

Im Bereich der Betrugsdelikte[4] kam es zu einem Rückgang (-356 Fälle bzw. -16,0%) auf 1.870 Fälle. Betrugsphänomene durch „Schockanrufe“ wie „falscher Polizeibeamter“ oder der „Enkeltrick“ sind darin enthalten. Die AQ beim Betrug beträgt 64,2% (+1,0%). Von den 1.104 ermittelten TV sind 72,7% deutscher Nationalität und 27,7% nicht deutscher Nationalität.

Die PD Nord verzeichnet im Jahr 2025 weiterhin einen Anstieg bei den Rohheitsdelikten und den Straftaten gegen die persönliche Freiheit auf 4.787 Fälle (145 Fälle; 3,1%). Treiber dieser Entwicklung sind die gefährliche und schwere Körperverletzung (2025: 636 Fälle; +94 Fälle; +17,3%) und die vorsätzliche einfache Körperverletzung (2025: 2.128 Fälle; +91 Fälle; +4,5%). Gegenläufige Entwicklungen unter den Rohheitsdelikten werden bei der Misshandlung von Schutzbefohlenen (2025: 18 Fälle; -8 Fälle; -30,8%), darunter insbesondere die Misshandlung von Kindern (2025: 11 Fälle; -7 Fälle; -38,9%) registriert.

 

3.2 Schwerpunkte der PD Nord

Ein deutlicher Fallzahlenanstieg wurde im vergangenen Jahr bei Wohnungseinbruchdiebstählen auf nun 446 Fälle (+91 Fälle, +25,6%) festgestellt. Die Aufklärungsquote ist gegenüber dem Vorjahr in diesem Deliktbereich um 5,0% auf nun 17,5% gefallen.

PKS PD Nord 2025 - WohnungseinbruchdiebstahlPKS PD Nord 2025 - GWohnungseinbruchdiebstahl

2025 blieben 204 Fälle (2024, 141 Fälle) im Versuchsstadium und damit stieg die Versuchsquote von 39,7% auf 45,7%. In den insgesamt 446 Fällen konnten83 Tatverdächtige (TV) ermittelt werden. 44,6% der ermittelten Tatverdächtigen haben eine deutsche Nationalität, 55,4% sind nichtdeutsch.

Örtlich liegt der Schwerpunkt im Landkreis Oberhavel mit 319 Fällen, insbesondere im südlichen Bereich, dem engeren Verflechtungsraum (eVR)[5]  Berlin/Brandenburg. Der Wohnungseinbruchdiebstahl stellt aufgrund der oftmals schwerwiegenden Folgen für das persönliche Sicherheitsempfinden der Betroffenen nach wie vor einen Schwerpunkt in der PD Nord dar. Eigens initiierte Schwerpunktmaßnahmen führten im Januar 2026 zur Festnahme einer osteuropäischen Tätergruppe auf frischer Tat im Bereich des Polizeireviers Hennigsdorf. Ungeachtet dessen werden die Schwerpunktmaßnahmen fortgesetzt.

Im Bereich der Gewaltkriminalität[6] stieg die Zahl der erfassten Fälle von 738 im Jahr 2024 auf 822 im Jahr 2025 (+84 Fälle bzw. +11,4%), von denen 83,8% aufgeklärt werden konnten. Von den 865 ermittelten TV sind 76,4% deutscher Nationalität und 23,6% nichtdeutscher Nationalität.

Im Zehnjahresvergleich befinden sich die Fallzahlen der Gewaltkriminalität nach 2023 und 2017 auf dem dritthöchsten Wert. Gleichzeitig belegt die AQ im gleichen Zeitraum den niedrigsten Wert.

Im vergangenen Jahr wurden 199 Fälle mit dem Tatmittel Messer in der PKS der Polizeidirektion Nord erfasst (2024: 172 Fälle, +15,7%). Hierzu zählen alle Fälle, in denen der Tatverdächtige während der Tathandlung ein Messer mitführt oder auch gegen andere Personen einsetzt. Es kann sich somit sowohl um einfach gelagerte Eigentumsdelikte als auch um Straftaten gegen das Leben handeln.  Bei Fällen mit dem Tatmittel Messer wurden insgesamt 31 Personen leicht und 5 Personen schwer verletzt. Die AQ bei Straftaten mit dem Tatmittel Messer beträgt 91,5%. Von den 189 ermittelten TV sind 79,8% deutscher und 21,2% nichtdeutscher Nationalität.

Fälle der Häuslichen Gewalt[7] bleiben gegenwärtig im Bereich der PD Nord auf einem hohen Niveau. Von 2024 zu 2025 wurde ein Rückgang um 9 Fälle auf nunmehr 1.219 Fälle (0,7%) in der PKS registriert. Die AQ in Fällen der Häuslichen Gewalt beträgt 99,8%. Von den 1006 ermittelten TV sind 86,2% deutscher und 14,8% nichtdeutscher Nationalität.

PKS PD Nord 2025 - Häusliche_GewaltPKS PD Nord 2025 - Häusliche_Gewalt

Fälle mit der Tatörtlichkeit Schule erfahren im Jahr 2025 einen leichten Anstieg für den Bereich der PD Nord (2025: 649 Fälle, +15 Fälle, +2,4%). Hauptsächlich werden an den Schulen Delikte wie Körperverletzung (191 Fälle), Diebstahl (134 Fälle) und Sachbeschädigung (130 Fälle) registriert.

Im Zehnjahresvergleich verzeichnen die Jahre 2020 bis 2022, aufgrund der Einschränkungen im Schulbetrieb, einen pandemiebedingt deutlichen Rückgang des Fallzahlenaufkommens. Das bisher höchste Fallzahlenaufkommen wurde 2023 mit 753 und 2019 mit 738 Fällen registriert.

In Einzelfällen (37 von 649 = 5,7% / 32 von 634 im Jahr 2024 = 5,0%) waren Lehrerinnen und Lehrer als Opfer involviert. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem 19 Körperverletzungs-, 11 Bedrohungs- und fünf Beleidigungsdelikte zum Nachteil des Lehrpersonals in der PD Nord erfasst.

Die AQ in Fällen mit der Tatörtlichkeit Schule beträgt 61,5%. Von den 448 ermittelten TV haben 85,3% eine deutsche und 14,7% eine nichtdeutsche Nationalität.

In der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart rückten die Straftaten an Schulen aus verschiedenen Gründen in den Fokus der Öffentlichkeit. Ein verstärktes öffentliches Interesse und eine erhöhte Nachfrage zu Präventionsveranstaltungen, insbesondere im Hinblick auf die Gewaltprävention, könnten eine positive Auswirkung auf die Anzeigenbereitschaft und die Fallzahlenentwicklung haben.

Die Anzahl der Widerstandshandlungen gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen stieg um 1 auf 224 Fälle im Jahr 2025 (2024: 223, +0,4%). Die AQ beträgt 100%. Von den ermittelten 201 TV haben 81,1% eine deutsche und 18,9% eine nichtdeutsche Nationalität. Im Jahr 2025 wurden in der PD Nord insgesamt 61 Polizeivollzugsbeamte (2024: 74; -13) leicht verletzt.

Im vergangenen Jahr wurden in 18 Fällen (2024: 16) Bedienstete der Feuerwehr und der Rettungsdienste mit Gewalt und verbalen Angriffen konfrontiert.

Die Rauschgiftkriminalität[8] ist im Jahr 2025 auf 600 Fälle (-281 bzw. -31,9%) zurückgegangen. Die AQ liegt bei 88,0%. Ursächlich für diese Entwicklung ist maßgeblich die Teillegalisierung von Cannabis mit Inkrafttreten des Cannabisgesetzes zum 01.04.2024. Im Jahr 2025 wurden 171 Fälle als Straftat gem.§ 34 KCanG registriert (+132 Fälle; +338,5%). Diese Verstöße sind in den Fallzahlen zur Rauschgiftkriminalität bereits enthalten. Von den 505 ermittelten TV sind 89,9% deutscher und 10,1% nichtdeutscher Nationalität.

 

4. Kriminalprävention

Gegenwärtig sind verstärkt Nachfragen zu Präventionsveranstaltungen, insbesondere zur Gewalt-, Sucht-, Drogenprävention und Cybercrime / Neue Medien festzustellen. Eine Übersicht zu den Veranstaltungen (VA) in der PD Nord, deren Besucheranzahl und den Themen zeigt auf, dass sich die bloße Anzahl seit 2021 (366 VA) verdreifacht hat (2025: 1060 VA). Besonders hoch frequentiert und aufwachsend sind VA zur Gewaltprävention, gefolgt von Cybercrime / Neue Medien.

PKS PD Nord 2025 - TatverdächtigenstrukturPKS PD Nord 2025 - Tatverdächtigenstruktur

Die Mitarbeitenden der Prävention in der PD Nord erhalten vermehrt Anfragen zur Gewaltprävention und zum Thema Cybercrime/ Neue Medien. Dies sind neben Teilen der Eigentumskriminalität genau die Kriminalitätsfelder, die einen Anstieg in der PKS für das Jahr 2025 bewirkt haben. 

 

5. Gesamtfazit

Nach einem deutlichen Rückgang der registrierten Kriminalität von 2023 zu 2024 ist für das vergangene Jahr wieder ein leichter Anstieg der Fallzahlen (+2,1%) festzustellen. Hauptursächlich für diese Entwicklung sind Zuwächse der Fallzahlen im Bereich der Eigentums- und Körperverletzungsdelikte, sowie Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Insbesondere im letztgenannten Deliktsbereich tritt der Tatbestand der Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) (397 Fälle; +174 Fälle; +78%) in den Vordergrund.

Der Leiter der Polizeidirektion Nord, Frank Storch, fasst die Bilanz wie folgt zusammen:

„Auch wenn die Fallzahlen im vergangenen Jahr entgegen dem Landestrend leicht zugenommen haben, leben wir nach wie vor in einer der sichersten Regionen des Landes. Die Entwicklung einzelner Delikte in der PKS für das Jahr 2025 zeigt uns, warum der gegenwärtig öffentlich geführte Diskurs zum Thema Handynutzung bei Kindern und Jugendlichen notwendig ist. Denn insbesondere bei der Verbreitung pornografischer Schriften (Erzeugnisse) wird ein Anstieg tatverdächtiger Kinder registriert. Die Fallzahlen zum Wohnungseinbruchdiebstahl haben im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Zugleich haben wir die operativen Maßnahmen zur Bekämpfung dieses Phänomens verstärkt und erste Erfolge verzeichnet. Es gilt, die gemeinsamen Anstrengungen aller Akteure zur Reduzierung dieser Taten in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten und, soweit möglich, zu intensivieren. Themen der Kriminalprävention werden weiterhin qualitativ und quantitativ auf einem hohen Niveau angeboten und erweitert. In den vergangenen Jahren stiegen Angebot und Nachfrage kontinuierlich und unterstreichen die Notwendigkeit wirksamer Präventionsarbeit.“

 

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Die Daten der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) stellen eine Ausgangsstatistik dar, welche durch die bundeseinheitlichen PKS-Richtlinien geregelt wird. Das bedeutet, dass die einzelne Tat nicht zum Zeitpunkt der Anzeigenaufnahme, sondern erst zum Abschluss der polizeilichen Ermittlungen und Abgabe der Akte an die Staatsanwaltschaft in die Statistik aufgenommen werden. Es werden hier keine Anzeigen, sondern nur hinreichend konkretisierte Delikte mit PKS-Relevanz (Fall) registriert. Entscheidend für die Aufnahme in die Statistik ist unter anderem auch der Ort, an dem der Täter agiert hat. Nur wenn sich dieser im Bereich der Polizeidirektion Nord befindet, kann der Fall für diesen Bereich in die Statistik aufgenommen werden.

 

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[1] Anzahl der Straftaten hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, ohne Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz da diese die Sicherheit der Einwohner nicht unmittelbar beeinträchtigen.

[2] Die Gruppe der Zuwanderer umfasst Asylbewerber, Schutz- und Asylberechtigte, Kontingentflüchtlinge sowie Menschen mit einer Duldung oder mit unerlaubtem Aufenthalt. Sie sind in den nichtdeutschen TV enthalten.

[3] International automatisierter Meldeprozess bei strafbaren Inhalten im Zusammenhang mit Sozialmediaplattformen NECMEC – National Center for Missing Exploited Children (deutsch: Nationales Zentrum für Vermisste und ausgebeutete Kinder)

[4] Liegt der Tatort im Ausland oder ist unbekannt (z.B. Callcenterbetrug) werden die Taten aufgrund der Zuordnung zu den jeweiligen Tatorten in der Statistik der PD Nord nicht erfasst. Tatsächlich ist die Anzahl der in der Polizeidirektion bearbeiteten Sachverhalte damit höher.

[5] Der enge Verflechtungsraum ist eine Raumabgrenzung für statistische Zwecke und umfasst 63 brandenburgische Gemeinden rund um Berlin. Definiert wurde der eVR durch das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg.

[6] Zu den Gewaltdelikten zählen gemäß den bundeseinheitlichen PKS-Richtlinien: Mord, Totschlag und Tötung auf Verlangen, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung, Körperverletzung mit Todesfolge, erpresserischer Menschenraub sowie Angriffe auf den Luft- und Seeverkehr.

[7] „Häusliche Gewalt beinhaltet alle Formen körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt und umfasst (inner-) familiäre sowie partnerschaftliche Gewalt. Häusliche Gewalt liegt vor, wenn die Gewalt zwischen Personen stattfindet, die in einer familiären oder partnerschaftlichen Beziehung stehen. Sie liegt auch vor, wenn sie unabhängig von einem gemeinsamen Haushalt innerhalb der Familie oder in aktuellen oder ehemaligen Partnerschaften geschieht.“ Straftaten gemäß Gewaltschutzgesetz gehören nach dieser bundeseinheitlichen Vorgabe nicht zum Definitionssystem „Häusliche Gewalt“. Auch ist damit die Annahme von Häuslicher Gewalt nicht an die Tatörtlichkeit Wohnung gebunden. – Quelle: Bericht zur PKS 2024 des MIK

[8] Unter Rauschgiftkriminalität werden folgende Delikte erfasst: Rauschgiftdelikte nach dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Raub zur Erlangung von Betäubungsmitteln (BtM), Diebstahl von BtM aus Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern, bei Herstellern und Großhändlern, Diebstahl von Rezeptformularen zur Erlangung von BtM und Fälschung zur Erlangung von BtM.

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