Gemeinsam mit den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland sowie der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) und der Gemeinde Rüdersdorf führte die Verkehrspolizei der Polizeidirektion Ost koordinierte Geschwindigkeitskontrollen unter Beteiligung der örtlich zuständigen Polizeiinspektionen am 14.04. und am 17.04.2026 durch. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten dabei die Bundesstraßen B 1 und B 5 sowie die B 87. Im Zuge der Kontrollen an beiden Tagen sind 54.726 Fahrzeugführer auf der B 1 sowie 5.332 Verkehrsteilnehmer auf der B 5 von der automatisierten Geschwindigkeitsmesstechnik, sogenannten „Blitzern“, erfasst und überprüft worden. 645 Fahrzeugführer waren dabei zu schnell. Ergänzend dazu haben Polizisten mit Lasermessgeräten 46 Fahrzeugführer mit einer überhöhten Geschwindigkeit gestoppt. In der Ortslage Hoppegarten ist am 14.04.2026 die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung gemessen worden. Hier war ein polnischer Pkw bei erlaubten 50 km/h mit 102 km/h doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs. Auf der B 87 sind an den beiden Tagen insgesamt 23.068 Verkehrsteilnehmer gemessen worden, von denen 542 mit einer zu hohen Geschwindigkeit von der automatisierten Geschwindigkeitsmesstechnik erfasst wurden.
Im vergangenen Jahr stieg in der Polizeidirektion Ost die Anzahl der Verkehrsunfälle mit der Hauptunfallursache Geschwindigkeit um 18 % von 1.277 im Jahr 2024 auf 1.512, während die Verkehrsunfallzahlen insgesamt gesunken sind. Verkehrsunfälle infolge überhöhter Geschwindigkeiten führten deutlich häufiger zu schweren Folgen! Die Zahl der Verkehrsunfalltoten, die auf eine zu hohe bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind, stieg in der Polizeidirektion Ost von 16 im Jahr 2024 auf 30 im vergangenen Jahr. Nicht nur die Polizei, auch die Kommunen setzen tagtäglich ihre Verkehrsüberwachungstechnik ein, um Geschwindigkeitsbeschränkungen Geltung zu verschaffen und so die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Die gemeinsamen Kontrollen mit den Kommunen fanden zwar im Rahmen der Speedwoche statt, die zuvor erwähnten Ergebnisse sind aber in den folgenden zusammengefassten Ergebnissen der Polizei der Aktionswoche noch nicht enthalten.
In der gesamten Polizeidirektion Ost sind im Aktionszeitraum der „Speedwoche“ an 156 Kontrollorten insgesamt 112.395 Geschwindigkeitsmessungen von Fahrzeugführern erfolgt. Dabei wurden 3.450 Geschwindigkeitsübertretungen mit der automatisierten Geschwindigkeitsmesstechnik der Polizei und 406 Geschwindigkeitsverstöße von Lasermessgeräten festgestellt. Bei den Handlasergeschwindigkeitsmessungen der Polizei, bei denen die Verkehrsteilnehmer angehalten werden, sind zudem zehn Fahrzeugführer unter Einwirkung von Alkohol und sieben mutmaßlich unter Einwirkung von Drogen gestoppt worden, denen die Weiterfahrt untersagt wurde.
Mit der Beteiligung an der „Speedwoche“ verfolgte die Polizei das Ziel, festgestellte Geschwindigkeitsverstöße zu ahnden und das Bewusstsein für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit zu schärfen, um Verkehrsteilnehmer zu verantwortungsbewusstem Verhalten anzuhalten.