Am Montagvormittag erhielt eine Rentnerin einen Anruf, der angeblich von der Polizei stammte. Die Angerufene erkannte den Betrugsversuch mit dem sogenannten „Enkeltrick“ und legte auf. Abends klingelte erneut das Telefon. Diesmal berichtete ein angeblicher Polizist von einer vermeintlichen Diebstahlserie. Ein Kollege käme sicherheitshalber ihre Wertsachen holen, um sie zur Polzei zu bringen. Kurz darauf übergab sie tatsächlich einem Mann, der sich als Polizeibeamter ausgab, Schmuck und Bargeld. Nun ermittelt die echte Polizei zur Identität der Betrüger und dem Verbleib der Beute.
In diesem Zusammenhang erneut der Hinweis:
Immer wieder und unter verschiedensten Legenden werden besonders Seniorinnen und Senioren um ihr Erspartes gebracht. Ob „Enkel“, „Neffe“, „Nichte“ oder auch „Polizist“, die Anrufer haben es immer auf Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände abgesehen. Vermeintliche Polizisten rufen an, hätten Hinweise auf Betrüger und benötigen die Mithilfe der Angerufenen. „Wir haben bei Betrügern einen Zettel mit Ihrem Namen gefunden und brauchen Ihre Hilfe!“, oder „Ihre Tochter/Ihr Sohn hat schuldhaft einen Verkehrsunfall mit mehreren tödlich verletzten Personen verursacht“, so oder so ähnlich versuchen Betrüger die Angerufenen zu bewegen, Schmuck und Wertgegenstände „für Untersuchungen vorübergehend auszuhändigen“ oder erfragen auch Kontoverbindungen. Informieren Sie sofort die richtige Polizei (Notruf 110), wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch wenn kein Schaden entstanden ist. Seien Sie auch der Polizei (und anderen unbekannten Personen) gegenüber an der Haustüre misstrauisch und rufen Sie die zuständige Dienststelle oder den Notruf an. Dort kann man den Einsatz bestätigen oder Ihnen Hilfe senden.