Am 31.05.2026 wandte sich ein Schwedter an die Polizei, nachdem er sich hatte eingestehen müssen, wohl einer Betrügerin auf den Leim gegangen zu sein.
Er hatte die angebliche „Mavis“ vor mehreren Monaten über ein weltweit bekanntes Social-Media-Netzwerk kennengelernt und fortan Nachrichten ausgetauscht. Ende Mai schrieb „Mavis“ dann, aus den USA nach Schwedt kommen zu wollen, um ihn zu besuchen. Dazu würde ihr jedoch 650 Euro fehlen und ob er die Zahlung nicht vorstrecken könne…Leider tat der Schwedter genau dies und nutzte dafür Wertkarten, sog. Apple Cards. Natürlich kam „Mavis“ nie in Deutschland an und führte auf Nachfrage des Geschädigten hanebüchene Begründungen dafür ins Feld. Jetzt ermitteln Kriminalisten der Inspektion Uckermark in der Sache.
Nehmen Sie sich dieses Beispiel ruhig zu Herzen und seien Sie bei einer Kontaktaufnahme mit Unbekannten im Netz oder über Messengerdienste grundsätzlich misstrauisch! Geben Sie auch niemals persönlichen Daten heraus! Mit jeder Information mehr, kann der Täter Sie letztlich emotional binden.
Niemand wird behaupten, dass Sie über das Internet nicht Ihren Partner fürs Leben finden können. Doch geht bekanntlich nichts über ein persönliches Kennenlernen. Wenn ein Treffen ins Auge gefasst wurde und dann immer wieder Ausreden kommen (z. B. keine finanziellen Mittel vorhanden, um ein Reiseticket zu bezahlen) und gar von Ihnen erst die Übersendung von Geld gefordert wird, dann lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten und brechen den Kontakt umgehend ab.
Sollten Sie Opfer derartiger Machenschaften geworden sein, dann denken Sie bitte daran: Betrug kann jeden treffen. Erstatten Sie auf jeden Fall Anzeige bei der Polizei. Speichern Sie alle Mails und Chat-Verläufe als Beweis auf einem Speichermedium. Falls Sie dies praktisch nicht hinbekommen und sich scheuen, Familienmitglieder oder Bekannte zu fragen, dann wenden Sie sich dahingehend an die Polizei.