Betrüger machten Kasse

Eberswalde

Barnim

Kategorie
Kriminalität
Tags
Betrug
Datum
27.04.2026

Am 25.04.2026 wandte sich eine Rentnerin an die Polizei, nachdem sie registriert hatte, Betrügern aufgesessen zu sein. Demnach klingelte bei ihr das Telefon und eine weibliche Stimme gab sich als Enkelin aus. Sie habe einen Verkehrsunfall verursacht und bräuchte nun unbedingt Geld, um eine Kaution bezahlen zu können. Denn nur so bliebe ihr das Gefängnis erspart…

Mit viel Überredungskunst gelang es der Betrügerin (und um nichts anderes hatte es sich gehandelt), mit diesem eigentlich schon hinlänglich bekannten Trick, ihre Gesprächspartnerin zur Zahlung einer größeren Geldsumme zu bewegen. Diese wurde schon eine halbe Stunde später von einem Mann an der Anschrift der Geschädigten abgeholt.

Sie sehen an diesem Beispiel, dass der Polizei immer noch Betrugshandlungen gemeldet werden, die sich vorzugweise zuvor telefonisch angebahnt hatten. Unbekannte rufen an, erzählen eine Legende, eine erfundene Geschichte, mit denen sie Vertrauen gewinnen wollen.

Was folgt, ähnelt sich in den meisten Fällen:

Die Anrufer geben vor, ein Angehöriger, zu sein, eine Amtsperson oder Mitarbeiter eines Bereiches, dem im Allgemeinen vertraut wird (Polizei, Gerichte, Staatsanwaltschaften). Dann wird zumeist eine Notlage geschildert und das nun unbedingt Geld benötigt werden würde.

Merken Sie sich bitte, dass Polizei, Staatsanwaltschaften und Gerichte Sie niemals anrufen werden, um Kautionen u.ä. zu kassieren! Und wenn angebliche Angehörige Ihnen mit noch so tränenerstickter Stimme ihre Nöte nach einem Verkehrsunfall schildern, es bleibt dabei - das Ganze ist erlogen und soll letztlich nur die Mitwirkungsbereitschaft der Angerufen erwecken oder erhöhen!

Fast immer wird versucht, psychologischen Druck auszuüben und Handlungsalternativen zu beschränken. So will man die Angerufenen im Telefonat binden, um sie nicht zum Nachdenken kommen zu lassen.

Also, auch wenn Sie sich durch die angeblich verzweifelte Lage von nahen Angehörigen unter Druck gesetzt sehen: durchatmen und skeptisch bleiben!

Sprechen sie am Telefon niemals über Ihre persönliche oder finanzielle Situation, lassen Sie sich dahingehend auch nicht ausfragen.

Beenden Sie das Gespräch, wenn finanzielle Forderungen aufkommen. Kontaktieren Sie eine Vertrauensperson (Familie, Bekannte, Nachbarn) und besprechen Sie die Situation mit diesen. Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Ihnen Unbekannte. Sollten derartige oder ähnliche Anrufe Sie erreichen, dann umgehend auflegen, anschließend sofort an die Polizei wenden und Anzeige erstatten.

Verantwortlich:

Polizeidirektion Ost
Pressestelle

Nuhnenstraße 40
15234 Frankfurt (Oder)

Telefon: 0335 561-2020
pressestelle.pdost@polizei.brandenburg.de
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