„Diese Linie endet hier“ - Polizei Brandenburg setzt Zeichen gegen häusliche Gewalt


Kampagne Gewalt endet hier

Nach der erfolgreichen Aktionswoche „Worte statt Wunden“ im November 2025 setzt die Polizei Brandenburg ihre Präventionsarbeit zum Thema häusliche Gewalt fort. Im November 2026 startet die landesweite Plakataktion „Diese Linie endet hier“, mit der erneut Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen und ein deutliches Zeichen gegen Gewalt im sozialen Nahraum gesetzt wird.

Plakataktion „Diese Linie endet hier“

Im November werden in zahlreichen Städten Brandenburgs Plakate auf analogen Großflächen sowie City-Light-Postern im öffentlichen Raum platziert.

Die Plakataktion widmet der häuslichen Gewalt als gesamtgesellschaftlichem Phänomen besondere Aufmerksamkeit. Dabei richtet sie sich nicht nur an Betroffene, sondern auch an das soziale Umfeld, junge Menschen sowie Täterinnen und Täter beziehungsweise Tatverdächtige. Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Kolleginnen und Kollegen können wichtige Unterstützer sein, wenn es darum geht, Betroffene zu ermutigen und den Kontakt zu Polizei oder Hilfseinrichtungen herzustellen.

In Anlehnung an das Streckennetz des öffentlichen Personennahverkehrs wird die Gewaltspirale als wiederkehrender Kreislauf dargestellt. Die zentrale Botschaft lautet:

„Diese Linie endet hier. Der Kreislauf der wiederkehrenden Gewalt kann durchbrochen werden.“

Die Aktion soll dazu beitragen, Partnerschaftsgewalt und innerfamiliäre Gewalt zu enttabuisieren, Hilfsangebote bekannt zu machen und die Polizei als Teil des Hilfenetzwerks sichtbar zu machen.

Rückblick: „Worte statt Wunden“ – Polizei Brandenburg machte 2025 auf häusliche Gewalt aufmerksam

Bereits im November 2025 setzte die Polizei Brandenburg mit der Aktionswoche „Worte statt Wunden“ ein Zeichen gegen häusliche Gewalt. Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November wurde das Thema an verschiedenen Orten in Potsdam öffentlich sichtbar gemacht. Mit Lesungen, Gesprächsformaten und Informationsangeboten wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Beteiligte waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Polizei, der Opferhilfe, sozialer Einrichtungen, der Hochschule der Polizei sowie weitere Partnerorganisationen.

Die Veranstaltungen zeigten, wie wichtig der direkte Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern ist. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, persönliche Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen oder sich über Hilfsangebote zu informieren. Dabei wurde deutlich, dass Gewalt in unterschiedlichen Formen weiterhin in vielen Lebensbereichen vorkommt und Betroffene häufig Unterstützung benötigen, um den Weg zu Hilfe und Beratung zu finden. Die Aktionswoche erhielt eine breite öffentliche Resonanz und wurde durch Pressearbeit, Social-Media-Beiträge und die Unterstützung zahlreicher Partner begleitet.

Gemeinsames Ziel: Gewalt sichtbar machen und Hilfe ermöglichen

Mit der Plakataktion „Diese Linie endet hier“ führt die Polizei Brandenburg diesen Weg fort. Ziel ist es, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für häusliche Gewalt weiter zu stärken, Betroffene zu unterstützen und das Bewusstsein dafür zu fördern, dass Gewalt nicht hingenommen werden muss.

Hilfe beginnt mit Aufmerksamkeit. Wegsehen beendet keinen Gewaltkreislauf.