Die Ermittlungsgruppe „Iuventus“ geht weiter gegen Jugendliche vor, die im Potsdamer Stadtgebiet und dem Grenzgebiet zu Berlin mutmaßlich Straftaten begangen haben. So konnten die Ermittler in den letzten Tagen Haftbefehle gegen zwei Beschuldigte eines Landfriedenbruchs in Berlin Kohlhasenbrück anregen, sowie mehrere erkennungsdienstliche Maßnahmen bei weiteren Tatverdächtigen durchführen.
Dazu wurde bereits am Mittwoch, dem 14.10.2026 ein 17-jähriger Tatverdächtiger festgenommen und am selben Tag beim Amtsgericht Potsdam ein Haftbefehl gegen ihn wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung erwirkt und vollstreckt.
Ferner erließ das Amtsgericht Potsdam am 15.10.2026 ebenfalls auf Antrag der Staatsanwaltschaft Potsdam einen Haftbefehl gegen einen 15-jährigen Beschuldigten. Der Haftbefehl wurde wenige Stunden später vollstreckt.
Im Rahmen des gesamten Ermittlungskomplexes führten die Einsatzkräfte im Auftrag der Ermittlungsgruppe „Iuventus“ mehrere erkennungsdienstliche Behandlungen durch. Davon betroffen waren neun Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren. Alle Maßnahmen erfolgten in Begleitung gesetzlicher Vertreter und verliefen kooperativ.
Der Leiter der Polizeiinspektion Potsdam, Polizeidirektor Matthias Ehrchen, sagt dazu: „Die weiteren vollstreckten Haftbefehle zeigen, dass die Ermittlungen greifen und Polizei und Justiz konsequent arbeiten. Dafür danke ich allen Beteiligten. Das ist ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt und ich bin zuversichtlich, dass diese Maßnahmen einen positiven Einfluss auf ihr Sicherheitsgefühl haben werden. Wir fokussieren uns jedoch nicht ausschließlich auf die Strafverfolgung, sondern arbeiten auch weiter eng mit der Stadt Potsdam und den Bildungseinrichtungen in präventiven Maßnahmen zusammen.“
Die Ermittlungen zu den Straftaten unter Beteiligung Jugendlicher und Heranwachsender in Potsdam dauern an.