Mit dem Ende der Sommerferien steigt wieder die Zahl der Kinder, die täglich im Straßenverkehr unterwegs sind. Besonders für die Erstklässler beginnt mit der Einschulung ein neuer Lebensabschnitt. Viele von ihnen nehmen erstmals eigenständig am Straßenverkehr teil und müssen lernen, sich sicher zu bewegen.
Aus diesem Anlass rückt die Schulwegsicherheit zum Beginn des neuen Schuljahres erneut in den Mittelpunkt der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit. Ziel ist es, Kinder und Eltern über mögliche Gefahren aufzuklären, für mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu sorgen und die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.
Zum Schutz der Kinder führt die Polizei gezielte Verkehrssicherheitsmaßnahmen durch. Dazu gehören unter anderem Kontrollen im Umfeld von Schulen und Horteinrichtungen sowie verschiedene Präventionsangebote. Mit Fußgänger- und Bustrainings, der Ausbildung von Schülerlotsen und weiteren Aktionen werden Kinder für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisiert. Auch das Puppentheaterstück „Glück gehabt“, das durch die polizeiliche Prävention vorgestellt wird, vermittelt spielerisch wichtige Regeln zum sicheren Überqueren von Straßen.
Statistik 2025
Die Polizeidirektion Nord verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 134 Verkehrsunfälle (2024: 127), bei denen Kinder bis 14 Jahren beteiligt waren. Dabei wurden 101 Kinder verletzt (2024: 88).
Hinweise für einen sicheren Schulweg
Mit dem Schulbeginn verändert sich für viele Kinder der Alltag. Ob zu Fuß, mit dem Bus, dem Fahrrad oder im Auto – ein sicherer Schulweg braucht Vorbereitung und Aufmerksamkeit.
Eltern sollten den Weg zur Schule gemeinsam mit ihren Kindern frühzeitig trainieren und auf mögliche Gefahrenstellen hinweisen. Dabei sollte nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg gewählt werden. Kinder sollten lernen, Straßen möglichst an Ampeln oder Fußgängerüberwegen zu überqueren.
Im Bereich von Schulen, Kindergärten und Bushaltestellen ist besondere Vorsicht geboten. Busse mit eingeschalteter Warnblinkanlage dürfen nicht überholt werden. Wer sich auf der Gegenfahrbahn einem solchen Bus nähert, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren. Nach dem Aussteigen sollte die Straße niemals direkt vor oder hinter dem Bus überquert werden.
Auch an Fußgängerüberwegen gilt: Geschwindigkeit reduzieren und bremsbereit sein. Kinder können Entfernungen und Geschwindigkeiten häufig noch nicht richtig einschätzen und können unerwartet auf die Fahrbahn treten.
Wenn Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren, sollten Eltern sie begleiten, bis sie sich sicher und umsichtig im Straßenverkehr bewegen können. Neben dem sicheren Umgang mit dem Fahrrad müssen auch die Verkehrsregeln beherrscht werden. Ein Fahrradhelm schützt und sollte selbstverständlich getragen werden. Zudem sollte der Zustand des Fahrrads regelmäßig überprüft werden.
Auch beim Transport mit dem Auto gibt es wichtige Punkte zu beachten. Ein geeigneter Kindersitz und ein korrekt angelegter Sicherheitsgurt sind unerlässlich. Kinder sollten immer auf der Gehwegseite ein- und aussteigen. Eltern sollten ausreichend Zeit einplanen und nur an geeigneten Stellen halten. Weniger Fahrzeuge unmittelbar vor Schulen sorgen für mehr Übersicht und erhöhen damit die Sicherheit aller.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der polizeilichen Prävention stehen darüber hinaus als Ansprechpartner zur Verfügung und beraten Eltern, Schulen sowie weitere Interessierte rund um das Thema Schulwegsicherheit.
Der sichere Schulweg unserer Kinder ist eine gemeinsame Aufgabe. Mit Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und einem verantwortungsvollen Verhalten können alle dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.