Am Freitagabend wurde der Polizei ein Betrug durch einen sogenannten Schockanruf angezeigt. Unbekannte Täter gaben sich am Telefon als Amtspersonen aus und behaupteten, die Tochter der Geschädigten habe einen Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung einer angeblich drohenden Haftstrafe forderten sie die Übergabe mehrerer tausend Euro. Die Geschädigte kam der Forderung nach. Erst im Nachgang wurde der Betrug erkannt.
Die Polizei rät:
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Anrufen, besonders wenn von einem schweren Unfall oder einer Straftat in der Familie berichtet wird.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Beenden Sie das Gespräch, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt.
- Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre finanziellen Verhältnisse, Konten, PINs oder Wertgegenstände.
- Nennen Sie keine Details zu Ihrer Wohnsituation (Alleinleben, Wertgegenstände im Haus, Bankschließfächer).
- Rufen Sie nach solchen Anrufen selbst die Polizei an. Nutzen Sie eine Ihnen bekannte Nummer, nicht die Rückruftaste.
- Sprechen Sie sofort mit Angehörigen oder vertrauten Personen, wenn jemand von einem Unfall oder einer Verhaftung eines Familienmitglieds berichtet.
- Lassen Sie keine unbekannten Personen in die Wohnung, nutzen Sie Türspion, Gegensprechanlage und ggf. einen Sperrbügel.
- Fordern Sie Dienstausweise, prüfen Sie diese sorgfältig und lassen Sie den angeblichen Beamten währenddessen vor der geschlossenen Tür.
- Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an Unbekannte oder angebliche Boten der Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte.
- Vereinbaren Sie mit Familie/Nachbarn klare Absprachen, wie im Ernstfall (Unfall, Krankheit) informiert wird, damit Sie echte Notlagen von Betrugsversuchen besser unterscheiden können.