Ruhestörung endet im Gewahrsam und mit verletzten Beamten

Freitag, 16.10.2026, 22:30 Uhr 

Schwielowsee OT Ferch, Zum Alten Landrat

Potsdam-Mittelmark

Kategorie
Kriminalität
Tags
Straftaten
Datum
18.10.2026

Am späten Freitagabend beschwerten sich mehrere Anwohner über ruhestörenden Lärm aus dem Bereich des dortigen Sees, verursacht durch mehrere Personen. Bereits beim Eintreffen der Polizeibeamten reagierten die Feiernden verbal aggressiv und brüllten herum. Zur Feststellung ihrer Personalien wurden daher weitere Polizeikräfte hinzugezogen. Im Verlauf der Sachverhaltserhellung und während der Identitätenfeststellung wurde deutlich, dass etwaigen polizeilichen Auflagen nicht Folge geleistet werden würde. Ein 43-Jähriger setzte unvermittelt zu einem Faustschlag gegen einen Beamten an und verfehlte diesen nur knapp. Bei der anschließenden Fixierung wehrte sich der Beschuldigte erheblich. Dabei schlug und trat er um sich, konnte einen Stuhl ergreifen und versuchte auch mit diesem auf die Polizeibeamten einzuwirken. Im Verlauf der Auseinandersetzung schubste er einen Beamten in eine Hecke und schlug diesen mehrfach mit der Faust gegen den Kopf. Der Einsatz des Reizstoffsprühgeräts sollte weitere Handlungen unterbinden, was jedoch aufgrund der augenschlich erheblichen Alkoholisierung des Beschuldigten keine Wirkung zeigte. Schlussendlich konnte der Mann u.a. durch den Einsatz eines „Tasers“ im aufgesetzten Kontaktmodus überwältigt und fixiert werden. Bislang Unbekannte warfen aus der Gruppe heraus Gläser in Richtung der Polizeibeamten. Eine 45-Jährige, welche sich während des gesamten Einsatzes verbal aggressiv zeigte und mehrfachen Aufforderungen den Ort zu verlassen nicht nachkam, sympathisierte sich mit dem 43-Jährigen. Im Zuge einer erneuten Verbalattacke öffnete sie die Tür eines Streifenwagens in welchem der fixierte Mann saß. Einen Polizeibeamten, der sie daran hinderte zu dem Fixierten zu gelangen, trat sie gegen sein Knie. Die ebenfalls deutlich alkoholisierte Frau konnte zügig unter Kontrolle gebracht und fixiert werden. Beide Beschuldigten wurden zur Ausnüchterung und Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen. Beide Personen wurden am Folgetag entlassen. Sie erwarten nun unter anderem Anzeigen wegen Widerstand und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Das Vorliegen weiterer Straftatbestände wird geprüft und ist Teil weiterer kriminalpolizeilicher Ermittlungen.Die beteiligten Polizeibeamten wurden leicht verletzt, aber konnten dennoch ihren Dienst fortsetzen. 

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