ROADPOL-Ergebnisse

PD Nord

Kategorie
Verkehr
Datum
10.08.2026

Vom 03.08. bis 09.08.2026 beteiligte sich die Polizeidirektion Nord an einer bundesweiten Aktion zum Thema „Geschwindigkeits- und Aggressionsdelikte“. Da nicht angepasste Geschwindigkeit nach wie vor die Verkehrsunfallursache mit den meisten Verkehrsunfalltoten im Land Brandenburg ist, stand die Einhaltung der Geschwindigkeit außerorts gelegener Straßen mit Alleecharakter und sogenannter „Zweiradstrecken“ (vielbefahrene Strecken für motorisierte Zweiräder) im Fokus der Verkehrsüberwachungsmaßnahmen.

In der vergangenen Woche waren dabei 177 Polizeibeamte im Einsatz und kontrollierten an insgesamt 97 Kontrollpunkten. Von 19.090 gemessenen Fahrzeugen (darunter 5.477 durch Handlasermessgeräte und 13.613 Durchfahrten durch automatisierte Überwachungstechnik) konnten 782 Geschwindigkeitsverstöße geahndet werden. 270 dieser Überschreitungen wurden im Zuge von Anhaltekontrollen geahndet, 512 wurden durch die Messanlagen erfasst. Demnach waren nur etwa 4 Prozent der gemessenen Fahrzeuge zu schnell unterwegs.

Von den 270 Verstößen, welche im Zuge von Anhaltekontrollen durchgeführt worden sind, wurden 143 auf außerorts gelegenen Straßen mit Alleecharakter und 6 Verstöße vor schutzwürdigen Bereichen (bspw. Kitas, Schulen) begangen.

110 der mit automatisierter Technik erfassten Verstöße wurden von Verkehrsteilnehmern auf außerorts gelegenen Straßen mit Alleecharakter begangen. Die restlichen 402 Verstöße wurden an anderen Kontrollstellen, beispielsweise an Verkehrsunfallschwerpunkten, erfasst.

 Die Polizeibeamten konnten im Zuge der Maßnahmen weitere 16 Verstöße feststellen, bei denen Fahrer unter Alkoholeinfluss- oder berauschenden Mitteln unterwegs waren (6x Alkohol, 10x Drogen im Straßenverkehr).

Am 03.08.2026 stellten Bedienstete der Polizei gegen 10:45 Uhr am Ortsausgang Hakenberg (Einfahrt Kriegerdenkmal, L16 Abs. 135, Km 6.7, Landkreis Ostprignitz-Ruppin) einen 27-jährigen Mann mit 143 km/h bei erlaubten 80 km/h fest. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

Am 05.08.2026 wurde auf der Landesstraße 22 zwischen der Ortslage Schönermark (Landkreis Oberhavel) und Keller (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) in Höhe Abzweig Rönnebeck eine Laserkontrolle durchgeführt. An dieser Örtlichkeit ist eine Geschwindigkeit von 80km/h zulässig. Ein 33-jähriger Fahrzeugführer wurde mit einer Geschwindigkeit von 116 km/h bei erlaubten 80 km/h festgestellt und einer Kontrolle unterzogen. Dieser Geschwindigkeitsverstoß wird gemäß Bußgeldkatalog mit 200,-€ und einem 1 Punkt in Flensburg geahndet.

Am 05.08.2026 wurde auf der L 14 (Alleestraße 70 km/h, Landkreis Prignitz) eine Geschwindigkeitsüberwachung zwischen den Ortschaften Krempendorf und Meyenburg in der Zeit von 07.00 Uhr bis 17.00 Uhr mittels einer automatisierten Geschwindigkeitsmessanlage durchgeführt. Hierbei überschritten 22 Pkw-Fahrer und vier Lkw- Fahrer die zulässige Geschwindigkeit von 70 km/h. Der Fahrer eines Pkw Suzuki aus dem Landkreis Prignitz wurde mit einer Geschwindigkeit von 102 km/h festgestellt.

Ein 20-Jähriger befuhr am 07.08.2026 um 19:00 Uhr mit seinem E-Scooter die Stralsunder Straße in Oranienburg (Landkreis Oberhavel). Da an dem Fahrzeug keine Versicherungsplakette festgestellt wurde, unterzogen die Polizeibeamten diesen einer Verkehrskontrolle. Im Rahmen dieser Verkehrskontrolle konnte eine bestehende Versicherung nachgewiesen werden. Jedoch erhärtete sich der Verdacht der Manipulation des E-Scooters, da dieser augenscheinlich in der Lage ist eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45km/h zu erreichen. Aus diesem Grund wurde der E-Scooter zur Durchführung eines Gutachtens sichergestellt. Ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde eingeleitet.

Am 07.08.2026 um 22:20 Uhr sollte ein 20-jähriger Fahrer eines PKW VW in Kremmen (Landkreis Oberhavel) einer Verkehrskontrolle unterzogen werden. Nachdem dieser mittels Haltesignale zum Anhalten aufforderten wurde, beschleunigte dieser seinen VW und versuchte der Verkehrskontrolle zu entfliehen. Hierbei überschritt dieser mehrmals die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die Nachfahrt konnte beendet werden, als der 20-Jährige in eine Sackgasse fuhr und nicht weiterkam. Als Grund für die Flucht gab der 20-Jährige eine fehlende Eintragung einer Änderung an seinem Fahrzeug an. Fahrtauglichkeitstests beim Fahrzeugführer verliefen negativ. Das Fahrzeug und der Führerschein wurden jedoch beschlagnahmt sowie ein Strafverfahren zum verbotenen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet.

 

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