Mit freizügigen Bildern erpresst

Prignitz

Prignitz

Kategorie
Kriminalität
Datum
23.10.2025

Am 22.10.2025 zeigte ein Jugendlicher aus der Prignitz an, dass er über das Internet erpresst wurde. Der Jugendliche hatte in den vergangenen Tagen über das Internet Kontakt zu einer Person, welche vorgab ein Mädchen zu sein, welches Interesse an ihm habe. Im Laufe des Chats brachte das vermeintliche Mädchen den Jugendlichen dazu, freizügige Bilder und Videos von sich zu senden. Unmittelbar danach versuchte die bisher unbekannte Person, den Jugendlichen zur Zahlung einer mittleren dreistelligen Summe zu erpressen, da die Bilder und Videos andernfalls veröffentlicht würden. Anstatt zu zahlen, erstatte der Jugendliche Strafanzeige bei der Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 

Die hier angewandte Vorgehensweise ist gemeinhin unter dem Begriff „Sextortion“ bekannt. Die Bezeichnung setzt sich aus den Worten „Sex“ und „extortion“ (Erpressung) zusammen. Die Täter verwickeln ihre Opfer hierbei in intime Konversationen und wirken auf die Übersendung von Nacktbildern oder die Entblößung in Videos hin, mit denen sie die abgebildeten Personen anschließend erpressen wollen. Mit der Bildschirmaufnahmefunktion vieler Geräte können Täter auch Live-Videos aufzeichnen. Nach der Tat werden die Nutzerkonten häufig sofort gelöscht.

So schützen Sie sich vor sexueller Erpressung:

 

  • Keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen annehmen.
  • Regelmäßig Account- und Privatsphäreeinstellungen überprüfen.
  • Vorsichtig mit der Veröffentlichung persönlicher Daten umgehen.
  • Videochats oder dem Austausch von Bildern nicht vorschnell zustimmen. Möglicherweise bei einem ersten Chat die Kamera abkleben oder nicht aktivieren, sondern nur verbal kommunizieren.
  • Keinen Entblößungen oder intimen Handlungen im Videochat zustimmen, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
  • Zeigen Sie die Straftat bei der Polizei an und lassen Sie sich nicht von einem möglichen Schamgefühl abhalten. Überweisen Sie kein Geld an die Täter! Auch nach einer Zahlung bleiben Sie erpressbar.
  • Hilfreich ist auch, relevante Beweismittel wie Screenshots des Accounts, das Chat-Protokoll oder den E-Mail-Verkehr für spätere Ermittlungen zu sichern und zur Anzeigenaufnahme mitzubringen.

Verantwortlich:

Polizeidirektion Nord
Pressestelle

Karl-Gustav-Str. 1
16816 Neuruppin

Telefon: 03391 4047-2020

pressestelle.pdnord@polizei.brandenburg.de
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