Mehrere Anrufe von falschen Polizisten

Landeshauptstadt Potsdam, Landkreis Potsdam-Mittelmark (Schwielowsee), Landkreis Teltow-Fläming (Bereich Zossen)

Überregional

Kategorie
Kriminalität
Datum
03.02.2020

Mehrmals versuchten Betrüger am gestrigen Abend ihr Glück bei sechs Geschädigten im Alter von 55 - 69 Jahren aus dem Bereichen Potsdam-Mittelmark, Potsdam und Teltow-Fläming. Die Anrufer gaben sich als Berliner Polizisten aus und berichteten von einer Einbrecherbande, die in der Nähe der Wohnorte der Frauen verhaftet worden sind. Bei den Festgenommenen habe man angeblich Namenslisten mit Adressen auffinden können. Auf diesen Listen sollen auch die Namen und die Adressen der Geschädigten gestanden haben. Für eine Legitimation und um ihre Opfer noch weiter zu verunsichern, baten die vermeintlichen Polizisten, dass die Frauen die 110 wählen sollen, um sich von der Leitstelle den Sachverhalt bestätigen zu lassen. Wenn die Geschädigten das taten, ohne vorher aufzulegen, meldete sich plötzlich eine andere Stimme, die vorgab, eine Polizistin aus der Leitstelle zu sein. Im Weiteren wurde dann wieder zu dem ersten Anrufer durchgestellt, der sodann weitere Fragen zu den Vermögensverhältnissen und Wertgegenständen im Zuhause stellte. Alle Frauen rochen den Braten früher oder später und beendeten die Telefonate, ohne dass Wertgegenstände oder Geld den Besitzer wechselten.

Die aufnehmenden Beamten fertigten sechs Strafanzeigen wegen des Verdachts des Betruges. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und rät:

 

Sich niemals auf solche oder ähnliche telefonische Auskunftsbegehren, von wem auch immer und unter welchem Vorwand auch immer, einzulassen. Die Polizei würde Bürger niemals am Telefon auffordern Ihre finanzielle Situation zu schildern, oder Geldverstecke zu verraten.

Im Zweifelsfall beenden Sie das Telefonat (zwingend durch Auflegen) und rufen Sie anschließend Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der öffentlich bekannten, im Telefonbuch eingetragenen Telefonnummer oder die 110 an.

Verhaltensweisen im Überblick:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen.
  • Geben Sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis.
  • Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Vereinbaren Sie einen späteren Gesprächstermin, damit Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können.
  • Rufen Sie die Polizei zurück. Verwenden Sie dazu die öffentlich bekannte Telefonnummer – ABER NICHT die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat oder die auf dem Display angezeigt wurde!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers.
  • Bevor Sie jemanden Ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte Ihre örtliche Polizeidienststelle.
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind AUCH NICHT DER POLIZEI!
  • Haben Sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei.

    Die erreichen sie unter der Nummer 110!

  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an.
  • Sind Sie bereits Opfer eines „falschen Polizisten“ geworden? Zeigen Sie die Tat unbedingt an. Dies kann helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände nicht zu Hause, sondern in der Bank oder einem Schließfach auf.

     

    Weitere Hinweise finden Sie unter anderem auch im Bürgerportal der Polizei des Landes Brandenburg unter https://polizei.brandenburg.de/liste/informationen-rund-um-das-thema-betrug/416294.

Verantwortlich:

Polizeidirektion West
Pressestelle

Magdeburger Straße 52
14770 Brandenburg an der Havel

pressestelle.pdwest@polizei.brandenburg.de

Zu den Bürodienstzeiten:

Telefon: 03381 560-2020
Telefax: 03381 560-2009

Zum Impressum des Polizeipräsidiums


Das könnte Sie auch interessieren