Über eine Datingplattform ist ein 55-jähriger Prignitzer offenbar Opfer von Betrügern geworden und hat dabei einen fünfstelligen Geldbetrag verloren. Eine Frau hatte dem Mann in Gesprächen und Chatnachrichten vorgetäuscht, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden, weshalb der 55-Jährige daraufhin mehrere Überweisungen veranlasste. Nachdem die Betrügerin das Geld erhalten hatte, vertröstete sie den arglosen Mann mit Ausreden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Betruges.
Dieses Phänomen ist auch international unter dem englischen Begriff „scamming“ (dt.: „Betrügen“) bekannt und entwickelt ständig neue Facetten. Die Täter spielen mit den Gefühlen der Opfer und eröffnen das Gespräch meist mit wortreichen Versprechungen und täuschen Interesse an einer intimen Beziehung vor (sogenanntes „love scamming“). Mit Schmeicheleien soll so Vertrauen für den nächsten Schritt geschaffen werden. Angeblich treten nämlich immer wieder Komplikationen auf, die einem persönlichen Treffen im Weg stehen. Die Betrüger geraten dann angeblich in eine finanzielle Notlage und fordern mit Nachdruck Geld. Hinter dieser Masche stecken oft ganze Netzwerke von Betrügern, die arbeitsteilig Geschichten erfinden und aufrechterhalten, bis die Opfer gezahlt haben.
Tipps:
- Gehen Sie nicht auf Forderungen der Betrüger ein! Überweisen Sie auf keinen Fall Geld! Lösen Sie auch keine Schecks ein und erwerben Sie keine Gutscheinkarten!
- Sichern Sie die Chatverläufe und heben Sie Überweisungsbelege auf!
- Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!
- Brechen Sie jeglichen Kontakt mit den Betrügern ab! Antworten Sie nicht auf Mails oder Anrufe! Blockieren Sie die Betrüger!