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Kategorie:
Straßenverkehr

Sicher durch die kalte Jahreszeit

Tags
Gefahren,
Straßenverkehr
Datum
21.01.2019

Es wird schneller dunkel, die Temperaturen werden immer niedriger, der Winter scheint ernst machen zu wollen. Damit Sie gut durch diese Jahreszeit kommen, haben wir für Sie einige Tipps für die Teilnahme am Straßenverkehr zusammengestellt.

Seien Sie besonders vorsichtig, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen oder Schnee und Eis die Straßen glitzern lassen! An diese Situation muss man sich als Fahrzeugführer in jedem Jahr neu gewöhnen und auch das Fahrzeug entsprechend den Wetterbedingungen anpassen.

Bereiten Sie das Fahrzeug entsprechend vor!

  • Rüsten Sie rechtzeitig auf Winterreifen um!
  • Fahrzeuge mit Sommerreifen haben ab Temperaturen unter 7 Grad Celsius eine schlechtere Haftung auf der Fahrbahn. Das Unfallrisiko ist mit Sommerreifen sogar sechsmal höher als mit Winterreifen.
  • Winterreifen sollten zur Erhöhung der Fahrsicherheit mindesten 4 mm Profiltiefe aufweisen
  • Überprüfen Sie die Beleuchtung am Fahrzeug, insbesondere auch bei Fahrrädern!
  • Wechseln Sie schmierende Scheibenwischerblätter frühzeitig aus!
  • Fügen Sie der Scheibenwischanlage Frostschutzmittel hinzu!

Was gehört zur Winterausrüstung?

  • Eiskratzer, Handbesen, Enteisungsspray und Frostschutzmittel gehören in jedes Auto!
  • Eine Abdeckfolie für die Windschutzscheibe oder alle Scheiben erspart das morgendliche Scheibenenteisen.

Vor Fahrtbeginn ist Folgendes zu beachten:

  • Informieren Sie sich frühzeitig über die Witterungsverhältnisse, damit Sie entsprechend längere Fahrzeiten einplanen können!
  • Sorgen Sie für freie Sicht - entfernen Sie vor Fahrantritt Eis oder Schnee von allen Scheiben, Außenspiegeln und Leuchten!
  • Auch das Dach sollte nicht vergessen werden! Beim Bremsen könnte sonst die Windschutzscheibe wieder mit Schnee bedeckt sein und auch der nachfolgende Verkehr könnte durch herabfallenden Schnee beeinträchtigt werden.

Auch während der Fahrt gibt es einiges zu berücksichtigen!

  • Sollten beim Anfahren die Reifen durchdrehen, versuchen Sie es im zweiten Gang!
  • Verlassen Sie sich nicht nur auf Hilfseinrichtungen wie ABS (Anti-Blockier-System) und ESP (Antischlupfregelung), sondern passen Sie Ihr Fahrverhalten und die Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen an!
  • Nutzen sie nach Möglichkeit die „Motorbremse“. Dadurch wird ein abruptes Stoppen verhindert.
  • Fahren Sie bei Glatteis vorausschauend und seien Sie stets bremsbereit!
  • Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Straße glatt ist, machen Sie eine Bremsprobe. Dabei müssen Sie darauf achten, dass keine Gefahr für Sie oder andere Verkehrsteilnehmer besteht.
  • Halten Sie einen höheren Sicherheitsabstand! Vermeiden Sie schnelle und ruckartige Lenkbewegungen, starkes Bremsen und Beschleunigen sowie riskante Überholmanöver!
  • Beachten Sie: Bei Sichtbehinderungen durch Nebel und Schnee können Sie Ihr Tempo nicht mehr richtig einschätzen! Bei Sichtweiten unter 50 m dürfen Sie nicht schneller als 50 km/h fahren. Gegebenenfalls sollten Sie den nächsten Platz zum Parken aufsuchen und abwarten, bis sich die Sichtverhältnisse gebessert haben.
  • Beachten Sie, dass Straßen nicht allerorts gleich geräumt und gestreut sein müssen.
  • Achtung an Brücken und Bergkuppen! Diese Straßenabschnitte kühlen sich viel schneller ab als andere Bereiche und gefrieren somit auch schneller.

Unterwegs mit dem Fahrrad? Auch hierbei sollten Sie Acht geben!

  • Denken Sie daran, dass Sie mit einem Fahrrad schneller wegrutschen können!
  • Tragen Sie einen Fahrradhelm, er hilft bei Stürzen schwere Kopfverletzungen zu vermeiden!
  • Achten Sie beim Fahrradfahren auf helle und reflektierende Kleidung!
  • Lassen Sie bei Eisglätte das Fahrrad lieber stehen und nutzen öffentliche Verkehrsmittel!

Außerdem:

  • Alkohol und die Teilnahme am Straßenverkehr passen nicht zusammen! Trennen Sie daher Trinken und Fahren, vermeiden Sie auch ein „Herantrinken" an die gesetzlich festgelegten Promillegrenzen!
  • Ab 0,5 Promille gehen Sie als Kraftfahrer eine Ordnungswidrigkeit. Ab 1,1 Promille sind Sie als Kraftfahrer absolut fahruntüchtig (als Radfahrer ab 1,6 Promille) und begehen eine Straftat.
    Achtung:
    Bereits ab 0,3 Promille ist ihr Führerschein in Gefahr! Verhalten Sie sich auffällig (so genannte Ausfallerscheinungen, zum Beispiel Schlangenlinienfahren) oder verursachen Sie einen Unfall wird Ihnen grundsätzlich die Fahrererlaubnis entzogen.
  • Klären Sie bereits vor Fahrtantritt, wer nüchtern bleibt und fährt!
  • Fahren Sie zu Veranstaltungen am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dann können Sie ungezwungen feiern und müssen sich nicht um die Rückfahrt sorgen!
  • Setzen Sie sich als Mitfahrer nie zu alkoholisierten Fahrzeugführern ins Fahrzeug! Versuchen Sie diese von der Fahrt abzuhalten!
  • Die Gefahren durch Alkoholkonsum sind individuell verschieden. Alkohol wirkt sich je nach Alter, Größe, Geschlecht etc. unterschiedlich aus. Daher kann bereits ein alkoholisches Getränk zu viel sein.
  • Alkoholbedingte Auswirkungen lassen sich nicht durch „Erfahrungen/Fahrpraxis" ausgleichen!
  • Beachten Sie auch versteckten Alkohol in Modegetränken (Alcopops)!
  • Bedenken Sie, dass konsumierter Alkohol nicht sofort abgebaut wird. Es besteht daher die Gefahr, dass Sie sich am nächsten Tag mit Restalkohol ans Steuer setzen und damit sich und andere gefährden!
  • Die Wiedererlangung der wegen Alkohols entzogenen Fahrerlaubnis ist mit hohem Kostenaufwand verbunden und keineswegs selbstverständlich.

 

Wir wünschen Ihnen eine schöne und vor allem unfallfreie Fahrt!

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