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Kategorie:
Kampfmittelbeseitigung

Aufgaben und Zuständigkeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes

Tags
Gefahren,
Polizeitechnik,
Standorte
Datum
12.11.2015

 

Kampfmittel Beseitigung BombeAufgabe des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KMBD) ist die Suche, Bergung und Räumung von Kampfmitteln des I. und II. Weltkrieges sowie Hinterlassenschaften der ehemaligen GUS-Streitkräfte. Der KMBD ist ein Bereich des Zentraldienstes der Polizei des Landes Brandenburg mit Sitz in Wünsdorf. Mit seinen Teilbereichen: Technische und Administrative Aufgaben ist er zuständig für die Kampfmittelbeseitigung im Land Brandenburg, zum Beispiel für die Ermittlung der Kampfmittelbelastung sowie die Nachweisführung über geräumte Flächen, die Entgegennahme, den Transport, die Lagerung und Vernichtung von Kampfmitteln. Der KMBD verfügt über sieben Außenstellen, die sich vorwiegend in Dienststellen der Polizei befinden. Der zentrale Munitionszerlegebetrieb mit Sprengplatz ist in Kummersdorf/ Gut.

Im Rahmen der Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr räumt er Einzelfundstellen (Zufallsfunde). Auf landeseigenen und kommunalen Liegenschaften führt der KMBD die Maßnahmen der planmäßigen, systematischen Kampfmittelbeseitigung durch. Weiterhin hat er die Fachaufsicht über private Fachfirmen auf Räumstellen.

Darüber hinaus werden Aufträge zur Kampfmittelbeseitigung von Bundeseinrichtungen und -behörden im Rahmen von Verwaltungsvereinbarungen übernommen.

Für die Abschätzung von Gefahren, die von Kampfmitteln ausgehen, ist beim Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bürgerservice, die Luftbildauswertung und fachkundiges Personal des Teilbereiches Technische Aufgaben tätig.

Interessierte erhalten auch Informationen zur Kampfmittelverdachtsfläche des Landes Brandenburg, zum richtigen Verhalten bei Fundmunition, zur gültigen Kampfmittelverordnung für das Land Brandenburg, zur Antragstellung auf Überprüfung Ihres Grundstückes sowie das Merkblatt für das Bauen in kampfmittelbelasteten Gebieten.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) ist zum Zwecke der Kampfmittelräumung den Ordnungsbehörden gegenüber unterstützend tätig. Er handelt, unabhängig von den örtlichen Ordnungsbehörden, als Teil staatlicher Verwaltung.

Aufbauorganisation

Der Bereich KMBD mit Sitz in Wünsdorf beschäftigt  65 Mitarbeiter Der Bereich untergliedert sich in die Teilbereiche administrative und technische Aufgaben. Der Leiter Innenrevision und Controlling und die Geschäftsstelle sind direkt dem Leiter des Bereiches unterstellt.

Aufgaben der Teilbereiche des KMBD

1.Teilbereich administrative Aufgaben

Der Teilbereich administrative Aufgaben KMBD 1 gliedert sich in zwei Arbeitsraten (Teams) und umfasst 12 Mitarbeiter:

  • KMBD 1.2 Kampfmittelräumplanung/Bürgerservice(Antragsbearbeitung)/Luftbildauswertung

Im Bürgerservice erfolgt die Bearbeitung von Anträgen auf Überprüfung von Grundstücken auf eine mögliche Kampfmittelbelastung. Hierzu erfolgt ein enges Zusammenwirken mit der Luftbildauswertung, dem Kataster und den technischen Einsatzbereichen.

Dem KMBD stehen derzeit 18.000 Kriegsluftbilder zur Verfügung. Auf der Grundlage modernster digitaler Photogrammetrie werden Kriegsluftbilder hinsichtlich Bombenverdachtspunkten, Trichtern, Verdachtsflächen, Splitterflächen und sonstigen Kriegseinwirkungen grundstücksbezogen untersucht, protokolliert und im Kartenmaterial grafisch sowie koordinatenbezogen dargestellt. Das Ergebnis der Überprüfung bildet ein Baustein bei der Ermittlung der Kampfmittelbelastung und wird den Truppführern der Einsatzbereiche des technischen Bereiches zur Überprüfung vor Ort zur Verfügung gestellt.   

  • KMBD 1.3 Kataster/ Geografisches Informationssystem (GIS)

Im Team Kataster/GIS wird die Kampfmittelverdachtsflächenkarte des Landes Brandenburg  erstellt und ständig aktualisiert. Alle vorliegenden Daten über:

  • Historische Erkenntnisse und Zeitzeugenaussagen
  • Einzelfundstellen (Zufallsfunde)
  • Erkenntnisse der TF des KMBD im Rahmen der Durchführung von eigenen Sondierungen
  • Räumstellenprotokolle über geräumte Flächen
  • Ergebnisse der Luftbildauswertungen

werden in der Kampfmittelverdachtsflächenkarte erfasst, dokumentiert und stehen für weitere Recherchen zur Verfügung. Die Bauordnungsbehörden werden damit in die Lage versetzt, selbst einzuschätzen, ob das beantragte Bauvorhaben in einem kampfmittelbelasteten Gebiet liegt oder nicht. Bauanträge in nicht mit Kampfmitteln belasteten Gebieten sind nicht an den KMBD weiter zu reichen.

2.Teilbereich technische Aufgaben

Der Teilbereich technische Aufgaben KMBD 2 umfasst 53 Stellen. Er gliedert sich in vier Einsatzbereiche:

  • KMBD 2.1  Einsatzbereich Brandenburg- Nord mit Sitz in Bernau
  • KMBD 2.2  Einsatzbereich Brandenburg- Ost mit Sitz in Cottbus
  • KMBD 2.3  Einsatzbereich Brandenburg- West mit Sitz in Wünsdorf
  • KMBD 2.4  Munitionszerlegebetrieb, mit Sitz in Kummersdorf- Gut.

Die dezentrale Organisation mit den Einsatzbereichen und Einsatztrupps in den Landkreisen bildet die Gewähr für eine schnelle Gefahrenbeseitigung bei Kampfmittelzufallsfunden aufgrund der kurzen Reaktionszeit mit kurzen Wegen.

Zuständigkeitsbereiche des KMBD

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) ist in drei Technische Einsatzbereiche untergliedert:

  • Der Bereich Nord

Er umfasst die Landkreise: Uckermark, Barnim, Oberhavel, Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Der Sitz des Technischen Einsatzleiters Nord befindet sich in Bernau.

  • Der Bereich West

Er umfasst die Landkreise: Potsdam-Mittelmark, Havelland, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und die kreisfreien Städte Potsdam und Brandenburg. Der Sitz des Technischen Einsatzleiters ist in Wünsdorf.

  • Der Bereich Ost

Er umfasst die Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße, Oderspree-Lausitz, Elbe Elster und die kreisfreien Städte Cottbus und Frankfurt (Oder). Der Sitz des Technischen Einsatzleiters ist Cottbus.

Die technischen Einsatzbereiche sind entsprechend den Landkreisen weiter untergliedert und werden zur Überprüfung einer konkreten Kampfmittelbelastung oder für Kampfmittelräummaßnahmen durch Truppführer von deren Außenstellen aus betreut.

Für die Landkreise befinden sich die Außenstellen an folgenden Orten:
  • Uckermark: Bad Freienwalde
  • Barnim + Oberhavel: Bernau
  • Stadt Oranienburg: Oranienburg
  • Prignitz + Ostprignitz-Ruppin: Neuruppin
  • Potsdam Mittelmark, Potsdam, Havelland, Brandenburg: Potsdam
  • Teltow-Fläming: Wünsdorf
  • Dahme-Spreewald: Wünsdorf
  • Märkisch-Oderland, Frankfurt (Oder): Frankfurt (Oder)
  • Oder-Spree: Frankfurt (Oder)
  • Spree-Neiße, Cottbus: Cottbus
  • Oderspreewald-Lausitz: Cottbus
  • Elbe-Elster: Cottbus

Belastungssituation

Das Land Brandenburg weist den höchsten Anteil an kampfmittelbelasteten Gebieten der Länder der Bundesrepublik Deutschland auf. Rund 392 000 ha seiner Gesamtfläche gelten noch als belastet. Insbesondere betrifft dies die Region der 1. und 2. Hauptkampflinie deutsch-sowjetischer Auseinandersetzungen entlang der Oder, die Seelower Höhen, den Kessel von Halbe sowie die Umgebung von Berlin.

Bezogen auf die Kreisebene sind die Schwerpunkte in den Landkreisen: Märkisch Oderland, Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und Oder-Spree zu finden. Aber auch die Städte Oranienburg, Brandenburg, Cottbus, Potsdam, Neuruppin und Schwarzheide/Ruhland gelten auf Grund der starken Bombardierung im 2. Weltkrieg als besonders belastet.

In jedem Jahr werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) Hunderte Tonnen verschiedenster Kampfmittel, wie zum Beispiel: Spreng- und Brandbomben, Minen, Nahkampfmittel (z.B. Handgranaten), Granaten, Raketen und Unmengen an Kleinmunition (z.B. Infanteriemunition) vernichtet.

Verantwortlich:

Zentraldienst der Polizei
des Landes Brandenburg
Kampfmittelbeseitigungsdienst

Am Baruther Tor 20
15806 Zossen OT Wünsdorf

Telefon: 033702-2140
Telefax: 033702-214200
kampfmittelbeseitigungsdienst@polizei.brandenburg.de
Zum Zentraldienst der Polizei


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