Stellenausschreibung

zwei Sachverständige im Bereich IuK-Forensik (m/w/d) 

Überregional

Kategorie
Stellenausschreibungen
Datum
03.01.2022

Das Polizeipräsidium mit seinen mehr als 7.000 Bediensteten trägt zur Sicherheit der rund 2,5 Millionen – in 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten wohnhaften – Brandenburgerinnen und Brandenburger bei. Dabei unterstützt das dem Polizeipräsidium zugeordnete Landeskriminalamt als „Service- und Dienstleister“ die regionalen Polizeidienststellen auf dem Gebiet der Gefahrenabwehr sowie der Verfolgung von Straftaten und führt in speziellen Phänomenbereichen und in herausragenden Lagen auch selbst die Ermittlungen.

Um den wachsenden Herausforderungen der Internetkriminalität wirksam zu begegnen, ist beim Landeskriminalamt in der Abteilung Zentrale Aufgaben/Cyber-Competence-Center/Besondere Ermittlungen ein Cyber-Competence-Center eingerichtet, das u.a. für die landesweite Daten- und Beweissicherung bei Informations- und Kommunikationskriminalität sowie deren forensische Auswertung und Begutachtung zuständig ist.

Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg sucht für das Landeskriminalamt zum nächstmöglichen Zeitpunkt

zwei Sachverständige im Bereich IuK-Forensik (m/w/d)  im Sachgebiet IuK-Forensik des Dezernats Cyber-Competence-Center  am Dienstort Eberswalde.

Es wird die Bereitschaft erwartet, die erforderliche Ausbildung zur/zum Forensischen Sachverständigen zu absolvierenen. Vor dem Hintergrund dieser zeit- und kostenintensiven Ausbildung werden eine uneingeschränkte Bereitschaft zur Fortbildung und eine Mindestverweildauer von fünf Jahren als Sachverständige(r) nach Abschluss der Sachverständigenausbildung im LKA erwartet. Anderfalls macht das Polizeipräsidium von dem Recht einer Rückforderung der Ausbildungskosten Gebrauch.

Das erwartet Sie:

Sachverständige für IuK-Forensik sind zuständig für IuK-forensische Untersuchungen und Begutachtungen digitaler Spuren im Spezialgebiet (die Fachrichtung „IuK-Forensik“ gliedert sich derzeit in die Spezialrichtungen Mobile-Computing, Windows-Forensik, Linux-Forensik, Macintosh-Forensik, Kryptologie und Datenrekonstruktion).

Die Tätigkeit umfasst insbesondere:

- die Sichtbarmachung, Analyse und forensische Interpretation von digitalen Spuren aus sichergestellten bzw. beschlagnahmten Beweismitteln (wissenschaftliche und technische, systematische Untersuchung krimineller Handlungen im Bereich von IT-Systemen)

- die Erstellung von Gutachten und deren Vertretung vor Gericht (Darstellung der Untersuchungsergebnisse in Form von Gutachten, Berichten und Ergebnismitteilungen d.h. Aufbereitung der Untersuchungsergebnisse in einer allgemein verständlichen Weise und Darlegung der angewandten Methoden und der verwendeten technischen Mittel unter Berücksichtigung der nationalen und internationalen Standards der digitalen Forensik)

- Methodenentwicklung(Entwicklung/Einführung von Methoden und Verfahren der Datensicherung und der Datenträgeruntersuchung entsprechend des aktuellen technischen Entwicklungsstandes und der Anforderungen an die IuK-Beweismitteluntersuchung)

- Beratung und Unterstützung der Ermittlungsbehörden in allen Stadien des Ermittlungsverfahrens

 

Das bringen Sie mit:

formale Anforderungen:

Technische Beschäftigte mit technischer Ausbildung (Hochschulausbildung/Bachelor Eng., Bachelor Sc., Dipl. Ing. oder vergleichbar) in IT-Forensik, Digitaler Forensik, Informatik, IT-Netzwerktechnik und zusätzliche notwendige Spezialisierungen im Bereich Digitale Forensik

Technische Beschäftigte mit MINT-Ausbildung (Hochschulausbildung/Bachelor Sc. oder vergleichbar) in Mathematik, Informatik, Data Science oder eines vergleichbaren Studiengangs idealerweise mit dem Schwerpunkt auf IT-Forensik/IT-Sicherheit und zusätzliche notwendige Spezialisierungen im Bereich Digitale Forensik

Sonstige Beschäftigte (IT-Systemadministrator/-in, Fachinformatiker/-in, Wirtschaftsinformatiker/-in mit Schwerpunkt Technik und Informatik, IT-Systemelektroniker/-in, Ingenieur/-in für Informations- und Kommunikationstechnik, Ingenieur/-in für technische Informatik, Ingenieurinformatiker/-in oder vergleichbar), die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten idealerweise auf den Gebieten IT-Forensik/IT-Sicherheit ausüben und zusätzliche notwendige Spezialisierungen im Bereich Digitale Forensik

fachliche Anforderungen:

- praktische Erfahrung in der Fachrichtung Informatik  

- breite, anwendungsbereite Kenntnisse der IuK-Technik und im Umgang mit DV-Anwendungen

- fundierte Kenntnisse der Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS und zugehöriger Dateisysteme, zu Netzwerktechnologien und-protokollen sowie im Bereich Anwendersoftware

- Kenntnisse im Umgang mit einschlägigen forensischen Softwareprodukten

- anwendungsbereites Wissen auf dem Gebiet der Script-Programmierung (Perl, Python)

- fachspezifische Englischkenntnisse

außerfachliche Anforderungen:

- analytische Fähigkeiten

- eigenständige, strukturierte und ergebnisorientierte Arbeitsweise

- gutes schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen

- ausgeprägte Kooperations- und Teamfähigkeit

- Verantwortungsbewusstsein

- Bereitschaft, anlassbezogen und auch außerhalb der regelmäßigen Bürodienstzeiten in BAO-Lagen mitzuarbeiten (Dienst zu unregelmäßigen Zeiten, Bereitschaftsdienst)

- Fahrerlaubnis der Klasse B (unabdingbar).

Mit Blick auf die mit der Funktion verbundenen sicherheitsempfindlichen Tätigkeiten ist zudem eine einfache Sicherheitsüberprüfung (Ü 1) nach dem Brandenburgischen Sicherheitsüberprüfungsgesetz (BbgSÜG) vorgesehen. Die Bereitschaft, bei Einstellungsabsicht diese Sicherheitsüberprüfung durchführen zu lassen, ist im Bewerbungsschreiben zu erklären.

 

Wir bieten Ihnen:

- einen unbefristeten Arbeitsplatz mit einer Eingruppierung bis Entgeltgruppe 12 der Entgeltordnung zum Tarifvertrag der Länder (TV-L)

- ggf. kann geprüft werden, ob ein bis zu zwei Stufen höheres Entgelt, als das tarifvertraglich regulär vorgesehene, gewährt werden kann. (Die Zahlung des höheren Entgeltes ist abhängig von der Bewerberlage.)

- eine anspruchsvolle und zugleich herausfordernde Tätigkeit im polizeilichen Umfeld

- ein motiviertes Team mit fachlicher und sozialer Kompetenz,

- bedarfsorientierte Fortbildungsmöglichkeiten,

- die Möglichkeit zum Bezug eines VBB-Firmentickets (Arbeitgeberzuschuss)

- betriebliche Altersvorsorge (VBL)

- 30 Tage Erhohlungsurlaub im Jahr

- Jahressonderzahlung

Nach der Einstellung kann geprüft werden, ob die beamtenrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen für eine Verbeamtung vorliegen.

Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze und -bedingungen legt die Polizei des Landes Brandenburg großen Wert darauf, dass sich die Belange von Beruf und Familie bestmöglich vereinbaren lassen. Dieser Arbeitsplatz ist daher - im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten und Erfordernisse - grundsätzlich auch für eine Teilzeitbeschäftigung geeignet. Zudem fördert die Landespolizei aktiv die Gleichstellung aller Beschäftigten. Wir begrüßen deshalb Bewerbungen von Allen, unabhängig von deren Nationalität (Kommunikationssprache ist Deutsch), sozialer Herkunft, Alter, Religion, Behinderung oder sexueller Identität. Ihre besondere Verpflichtung sieht die Polizei des Landes Brandenburg in der Einstellung behinderter Menschen. Daher werden Bewerbende mit Behinderung bei gleicher Eignung bevorzugt. Auf eine ggf. vorliegende Behinderung ist im Bewerbungsschreiben hinzuweisen.

Kontakt und Informationen

Auskünfte zum fachlichen Aufgabenbereich erteilt Ihnen Herr Shorow unter der Telefonnummer  (03334) 388 1230.Für Fragen zum Bewerbungs-/Auswahlverfahren steht Ihnen Frau Kolitsch unter der Telefonnummer (0331) 283-3314 gern zur Verfügung.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bitte mit den üblichen Unterlagen ausschließlich auf dem Postweg bis zum 24.01.2022 an das

Polizeipräsidium des Landes BrandenburgBehördenstab, Stabsbereich PersonalKaiser-Friedrich-Straße 14314469 Potsdam

Eine Rücksendung der eingereichten Bewerbungsunterlagen erfolgt grundsätzlich nicht. Daher wird gebeten, dem Bewerbungsschreiben lediglich Kopien beizufügen und keine Bewerbungsmappe zu verwenden. Sofern Sie dennoch die Rücksendung von Bewerbungsunterlagen wünschen, ist ein ausreichend frankierter Rückumschlag beizulegen. Anderenfalls werden die Bewerbungsunterlagen nach einer Aufbewahrungsfrist von drei Monaten nach Abschluss des Stellenbesetzungsverfahrens vernichtet.

Das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg (MIK) verarbeitet im Zusammenhang mit der Durchführung von Bewerbungsverfahren Daten von Ihnen. Mit diesen Datenschutzhinweisen möchte das Polizeipräsidium Sie gemäß Art. 13 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) über die Verarbeitung Ihrer Daten informieren.Weitere Informationen finden sie unter http://polizei.brandenburg.de/seite/datenschutzerklaerung.

Verantwortlich:

Polizeipräsidium
Stabsbereich Personal

Kaiser-Friedrich-Str. 143
14469 Potsdam
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