Sachverständiger (m/w/d) für Gerichtschemie (Brand- und Explosivstoffe)

Überregional

Kategorie
Stellenausschreibungen
Datum
18.07.2022

Das Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt beim Polizeipräsidium, Landeskriminalamt, in der Abteilung Kriminaltechnisches Institut, mit Sitz in Eberswalde

einen Sachverständigen (m/w/d)

für Gerichtschemie (Brand- und Explosivstoffe)

im Dezernat Forensische Chemie/ Physik.

Die Stelle ist bewertet mit der Entgeltgruppe 13 der Entgeltordnung zum Tarifvertrag der Länder (TV-L).

Das Polizeipräsidium mit seinen mehr als 7.000 Bediensteten trägt zur Sicherheit der rund 2,5 Millionen – in 14 Landkreisen und vier kreisfreien Städten wohnhaften – Brandenburgerinnen und Brandenburger bei.

Dabei unterstützt das dem Polizeipräsidium zugeordnete Landeskriminalamt als „Service- und Dienstleister“ die regionalen Polizeidienststellen auf dem Gebiet der Gefahrenabwehr sowie der Verfolgung von Straftaten und führt in speziellen Phänomenbereichen und in herausragenden Lagen auch selbst die Ermittlungen. Das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamtes führt im Rahmen strafrechtlicher Ermittlungsverfahren kriminaltechnische Untersuchungen für Polizeidienststellen, Staatsanwaltschaften und Gerichte durch.

Das erwartet Sie:

Das Dezernat Forensische Chemie/ Physik der Abteilung Kriminaltechnisches Institut beim Landeskriminalamt gliedert sich in die Arbeitsbereiche Anorganische Chemie/ Physik und Organische Chemie/ Toxikologie. Dem Bereich Anorganische Chemie/Physik obliegt schwerpunktmäßig die Untersuchung von Lack- und Farbspuren, von technischen Ursachen bei Bränden und Explosionen,

von Glas, Metallen und anderen anorganischen Werkstoffen, von Schmauch sowie von Bodenproben.

Hauptuntersuchungsgegenstände des Bereichs Organische Chemie/Toxikologie sind Betäubungsmittel und Pharmaka, Gifte und Pflanzenschutzmittel, Explosivstoffe und Explosivstoffrückstände sowie chemische Ursachen bei Bränden.

Zu Ihren Aufgaben gehören insbesondere:

  • forensische Untersuchungen von Brandrückständen auf Brandlegungsmittel sowie von Explosivstoffen und Explosivstoffrückständen im Rahmen von kriminaltechnischen Untersuchungsaufträgen (ggf. auch am Tat- oder Ereignisort)
  • Beurteilung der Wirkung bekannter und unbekannter Spreng- und Brandvorrichtungen
  • Analytik, Identifizierung und Bewertung unbekannter organischer und anorganischer Stoffe
  • Erstellen von Behördengutachten, Berichten und gutachterlichen Stellungnahmen sowie deren verantwortliche Vertretung als Sachverständiger vor Gericht
  • Organisation komplexer Begutachtungen, ggf. in Zusammenarbeit mit externen Partnern
  • Durchführung praxisbezogener Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Optimierung vorhandener und Erstellung neuer Arbeitsmethoden auf dem Gebiet der Gerichtschemie
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung und Durchsetzung qualitätssichernder Maßnahmen
  • Mitarbeit in Facharbeitskreisen und Teilnahme an Fachsymposien und Kongressen
  • Durchführung von Schulungsmaßnahmen zu fachspezifischen Problemen

Das bringen Sie mit:

formale Anforderungen:

Für die zu besetzende Stelle suchen wir eine engagierte Persönlichkeit mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung (Diplom, Master) im Bereich der Chemie, Lebensmittelchemie oder vergleichbare Fachrichtungen.

Eine Promotion ist wünschenswert.

Für eine erfolgreiche Bewerbung sind darüber hinaus die folgenden Kriterien von besonderer Bedeutung:

(fachliche Voraussetzungen)

  • fundierte Kenntnisse und Erfahrungen moderner chromatographischer Trennverfahren (GC, LC, IC) auch in Kombination mit der Massenspektrometrie
  • Kenntnisse der Infrarot Spektroskopie
  • Erfahrungen bei der Probenahme, Analytik sowie der Datenauswertung/-interpretation von Messergebnissen
  • Bereitschaft zur Absolvierung spezifischer Lehrgänge
  • Fahrerlaubnis der Klasse B

(außerfachliche Voraussetzungen)

  • stark ausgeprägte Kommunikations- und Motivationsfähigkeit sowie Entscheidungskompetenz
  • stark ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein
  • gut ausgeprägte Durchsetzungsfähigkeit
  • gut ausgeprägte Organisationsfähigkeit
  • ausgeprägte Kenntnisse auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements
  • ausgeprägte DV - technische Kenntnisse (MS Office)
  • Engagement, Flexibilität, Einsatzbereitschaft
  • körperliche Leistungsfähigkeit sowie psychische und physische Belastbarkeit für Tätigkeiten am Ereignisort (Brand, Explosion) sowie im chemischen Labor

Mit Blick auf die mit der Funktion verbundenen sicherheitsempfindlichen Tätigkeiten ist zudem eine einfache Sicherheitsüberprüfung (Ü 1) nach dem Brandenburgischen Sicherheitsüberprüfungs-gesetz (BbgSÜG) vorgesehen. Die Bereitschaft, bei Einstellungsabsicht diese Sicherheitsüber-prüfung durchführen zu lassen, ist im Bewerbungsschreiben zu erklären.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Einstellungsabsicht ein Auszug aus dem Bundeszentralregister (Führungszeugnis) zur Vorlage bei einer Behörde gemäß § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz abgefordert wird.

Wir bieten Ihnen:

  • einen unbefristeten Arbeitsplatz mit einer Eingruppierung nach Entgeltgruppe 13 der Entgeltordnung zum Tarifvertrag der Länder (TV-L)
  • eine anspruchsvolle und zugleich herausfordernde Tätigkeit im polizeilichen Umfeld
  • ein motiviertes Team mit fachlicher und sozialer Kompetenz
  • bedarfsorientierte Fortbildungsmöglichkeiten
  • grundsätzlich flexible Arbeitszeitgestaltung (ohne feste Kernzeitregelung) mit der Möglichkeit der Arbeitsortflexibilisierung
  • die Möglichkeit zum Bezug eines VBB-Firmentickets (Arbeitgeberzuschuss)
  • betriebliche Altersvorsorge (VBL)
  • 30 Tage Erholungsurlaub im Jahr
  • Jahressonderzahlung

Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze und -bedingungen legt die Polizei des Landes Brandenburg großen Wert darauf, dass sich die Belange von Beruf und Familie bestmöglich vereinbaren lassen. Dieser Arbeitsplatz ist daher - im Rahmen der dienstlichen Möglichkeiten und Erfordernisse - grundsätzlich auch für eine Teilzeitbeschäftigung geeignet.

Wir fördern aktiv die Gleichstellung aller Beschäftigten, unabhängig u. a. von deren Geschlecht, sexueller Identität, ethnischer Herkunft und Religion.

Weiterhin sind wir bestrebt, den Frauenanteil im höheren Dienst zu erhöhen. Daher sind Bewerbungen von Frauen ausdrücklich erwünscht.

Schwerbehinderte Menschen oder ihnen gleichgestellte Menschen mit Behinderungen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Der Hinweis auf eine Behinderung ist im Bewerbungsschreiben anzugeben.

Kontakt und Informationen

Ihre aussagekräftige Bewerbung (Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien etc.) senden Sie bitte bis zum 09. September 2022 an das

Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg

- Referat 43 -

Postfach 60 11 65

14411 Potsdam

oder an

Polizei-Personal@mik.brandenburg.de.

Bei ausländischen Bildungsabschlüssen sind entsprechende Nachweise über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss der Bewerbung beizufügen.

Bewerbende, die bereits im öffentlichen Dienst tätig sind, werden gebeten, ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Personalakte zu erklären und nach Möglichkeit Angaben zu ihrer personalführenden Stelle zu tätigen.

Für Rückfragen im Zusammenhang mit dem Stellenbesetzungsverfahren steht Ihnen Frau Siegert unter der Telefonnummer 0331 866-2433 gern zur Verfügung, für inhaltlich-fachliche Rückfragen zum Arbeitsbereich der Leiter des Kriminaltechnischen Instituts beim Landeskriminalamt, Herr Dr. Schultz, unter 03334 388-4000.

Bei Einsendung der Unterlagen per E-Mail sollte der beigefügte Anhang aus einer PDF-Datei bestehen, die nicht größer als 6 MB ist. Die Rücksendung von Bewerbungsunterlagen erfolgt nur, wenn der Bewerbung ein adressierter und ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------

Informationen zum Datenschutz

Das Ministerium des Innern und für Kommunales verarbeitet im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung auf ausgeschriebene Stellen personenbezogenen Daten von Ihnen. Im Folgenden werden Sie gemäß Art. 13 EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) über die Verarbeitung dieser Daten informiert.

1. Name und Kontaktdaten des Verantwortlichen

Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO für die Datenerhebung ist das

Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg (MIK)

Henning-von-Tresckow-Str. 9-13

14467 Potsdam

Deutschland

Telefon: +49 331 866-0

E-Mail: Poststelle@mik.brandenburg.de

Internet: http://mik.brandenburg.de

2. Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten

Datenschutzbeauftragter des Ministeriums des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg

Henning-von Tresckow-Str. 9-13

14467 Potsdam

Deutschland

Telefon: +49 331 866-2230

E-Mail: Datenschutzbeauftragter@mik.brandenburg.de

3. Zwecke und Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung

Ihre personenbezogenen Daten werden zum Zwecke der Bewerbungsabwicklung verarbeitet und an die Abteilung 4 des MIK sowie, soweit diese fachlich zuständig sind, an das Polizeipräsidium des Landes Brandenburg, die Fachhochschule der Polizei des Landes Brandenburg bzw. den Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg weitergegeben, um das Stellenbesetzungsverfahren sachgerecht bearbeiten zu können. Sofern Sie das Bewerbungsverfahren erfolgreich absolvieren und ein Arbeits- bzw. Dienstverhältnis mit Ihnen zustande kommt, werden die von Ihnen mitgeteilten personenbezogenen Daten des Weiteren zum Zwecke der Eingehung und Durchführung des Arbeits- bzw. Dienstverhältnisses verarbeitet. Eine Verwendung der Daten für Zwecke, die nicht im Zusammenhang mit der Bewerbung oder dem Arbeits- bzw. Dienstverhältnis stehen, erfolgt nicht.

Die Angabe von Gesundheitsdaten, wie u.a. vorliegende Behinderung, Schwerbehinderung oder Gleichstellung, im Sinne von Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 4 Nr. 15 DSGVO ist für Sie freiwillig. Die Verarbeitung dieser Daten ist erforderlich, damit die aus dem Teil 3 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch erwachsenden Rechte ausgeübt und den diesbezüglichen Pflichten nachgekommen werden können.

Ihre Daten werden auf Grundlage von § 26 Abs. 1 Brandenburgisches Datenschutzgesetz (BbgDSG) bzw. § 94 Abs. 1 Landesbeamtengesetz (LBG) verarbeitet. Soweit besondere Kategorien personenbezogener Daten im Sinne des Art. 9 Abs. 1 DSGVO verarbeitet werden (z. B. Gesundheits-daten wie Daten zur Schwerbehinderung oder Gleichstellung), erfolgt die Verarbeitung dieser Daten auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 Buchst. b DSGVO in Verbindung mit § 26 Abs. 3 BbgDSG.

4. Empfänger der personenbezogenen Daten

Empfänger der personenbezogenen Daten ist nach Art. 4 Nr. 9 DSGVO der:

Brandenburgische IT-Dienstleister (ZIT-BB)

Steinstraße 104-106

14480 Potsdam

Deutschland

Der ZIT-BB betreibt die Server, auf denen die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt (Auftragsverarbeiter). Eine Datenverarbeitung im Sinne der Datenpflege wird vom ZIT-BB nicht durchgeführt.

Mit Bezug auf die in der Ausschreibung benannte künftige Einstellungsbehörde werden die personenbezogenen Daten an das

Polizeipräsidium des Landes Brandenburg

Kaiser-Friedrich-Str. 143

14469 Potsdam

Deutschland

weitergeleitet.

5. Dauer der Speicherung der personenbezogenen Daten

Ihre Daten werden sechs Monate nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens gespeichert. Sollte ein Arbeits- bzw. Dienstverhältnis mit dem MIK zustande kommen, werden die Daten auch nach Ablauf von sechs Monaten gespeichert und verarbeitet. Ihre Daten werden in diesen Fällen so lange gespeichert und verarbeitet, wie dies unter Beachtung der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für die Durchführung und Abwicklung des Arbeits- und Dienstverhältnisses erforderlich ist.

6. Betroffenenrechte

Nach der DSGVO stehen Ihnen folgende Rechte zu:

Werden Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet, so haben Sie das Recht, Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu erhalten (Art. 15 DSGVO).

Sollten unrichtige personenbezogene Daten verarbeitet werden, steht Ihnen ein Recht auf Berichtigung zu (Art. 16 DSGVO).

Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, so können Sie die Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten verlangen sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung einlegen (Art. 17, 18 und 21 DSGVO).

Sollten Sie von Ihren oben genannten Rechten Gebrauch machen, prüft das MIK, ob die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür erfüllt sind.

7. Beschwerderecht

Jede betroffene Person hat das Recht auf Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde, wenn sie der Ansicht ist, dass ihre personenbezogenen Daten rechtswidrig verarbeitet werden.

Wenn Sie sich an die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht wenden möchten, können Sie diese wie folgt kontaktieren:

Die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht

Dagmar Hartge

Stahnsdorfer Damm 77

14532 Kleinmachnow

Telefon: +49 33203 356-0

Telefax: +49 33203 356-49

E-Mail: Poststelle@LDA.Brandenburg.de

Weitere Informationen können Sie dem offiziellen Internetauftritt der Landesbeauftragten unter http://www.lda.brandenburg.de entnehmen.

8. Erforderlichkeit der Bereitstellung von Daten und mögliche Folgen der Nichtbereitstellung

Das MIK benötigt Ihre Daten, um Ihre Bewerbung bearbeiten zu können. Wenn Sie die erforderlichen Daten nicht angeben, können Sie im Rahmen des Bewerbungsverfahrens nicht berücksichtigt werden.

Die Angabe Ihrer Gesundheitsdaten ist freiwillig. Ohne Angabe der Gesundheitsdaten können die aus dem Teil 3 Neuntes Buch Sozialgesetzbuch erwachsenden Rechte nicht ausgeübt und den diesbezüglichen Pflichten nicht nachgekommen werden.

Verantwortlich:

Ministerium des Innern und
für Kommunales
des Landes Brandenburg
Referat 43, Aus- und Fortbildung

Henning-von-Tresckow-Straße 9-13
14467 Potsdam

polizei-personal@mik.brandenburg.de
www.mik.brandenburg.de
Zum Impressum des Ministeriums


Das könnte Sie auch interessieren