Kriminalitätslage für das Jahr 2019 in der Polizeidirektion Süd

Überregional

Kategorie
Daten und Fakten
Datum
25.03.2020

Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Süd wurden im Jahr 2019 (2018) insgesamt 42.160 (43.550) Straftaten registriert. Mit einer Aufklärungsquote von 56,2% (54,7, %) konnte über die Hälfte einer Klärung zugeführt werden. Im Vergleich zum Jahr 2010 mit 47.936 Straftaten ist es die geringste Kriminalitätsbelastung seit über 10 Jahren.

Von der Gesamtzahl der Straftaten entfallen auf die Stadt Cottbus und den Landkreis Spree-Neiße 15.791 (15.634), auf den Landkreis Dahme-Spreewald 14.439 (15.124), den Landkreis Oberspreewald-Lausitz 6.553 (7.185) und den Landkreis Elbe-Elster 5.377 (5.607) Fälle.

Mit 15.080 (16.679) Straftaten und einem Anteil von 35,8% (38,3%) an allen erfassten Fällen bestimmen die Diebstahlsdelikte das Gesamtbild im Kriminalitätsgeschehen. In diesem Deliktsbereich lässt sich ein Rückgang um 1599 Fälle bei einer Aufklärungsquote von 23,1% (23,4%) feststellen.

So gingen die Diebstähle aus Büros und Firmen auf 895 (951), aus Böden und Keller auf 1.148 (1.176) und Bungalows auf 727 (762) Taten zurück. Im Bereich der Rauschgiftkriminalität blieben die Zahlen mit 2.012(2.053) Fällen relativ konstant. Diese Deliktform wird durch die Polizei konsequent verfolgt, da mit ihr im engen Zusammenhang die Beschaffungskriminalität steht. Ermittlungsgruppen insbesondere in den Polizeiinspektionen Cottbus/Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz arbeiten erfolgreich zur Bekämpfung des Handels mit illegalen Drogen und daraus resultierenden Kriminalität. Ihre Arbeit und verstärkte Anstrengungen mit allen Verantwortungsträgern in der Prävention zur Verhinderung von Tatgelegenheiten konnten Diebstahlshandlungen reduzieren.

Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung liegt die Aufklärungsquote mit 87,7% (86,3%) und Rohheitsdelikten sowie der persönlichen Freiheit mit 88,7% (89,4%) gleichbleibend hoch.

Die Zahl der politisch motivierten Straftaten ist im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Süd um 233 auf 713(480) Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote lag bei diesen Straftaten bei 51% (63%). Der erhebliche Anstieg der Fallzahlen ist im Wesentlichen auf Sachbeschädigungen an Wahlplakaten sowie an Büros von Abgeordneten der Parteien im Superwahljahr, Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen, 2019 zurück zu führen. Es handelte sich in 501 (393) der abgeschlossenen Fälle um politisch rechts motivierte Taten und bei 123 (40) um politisch links motivierte Taten. Bei 26 (46) Fällen handelt es sich um Gewaltstraftaten, von denen bisher 58% (80%) aufgeklärt werden konnten.

Zu den 23.699 (23.814) aufgeklärten Straftaten konnten 16.461 (16.489) Tatverdächtigte ermittelt werden. Davon sind 12.342 (12.360) männlich und 4.119 (4.129) weiblich sowie 3.181 (3.113) der Tatverdächtigten waren zum Zeitpunkt der Tatausführung unter 21 Jahren. Es wurden 5.286 (5.044) nichtdeutsche Tatverdächtigte ermittelt. Dieser Anteil ist auch mit Straftaten 2.504 (2.290) gegen das Asylverfahrens- und Ausländergesetz verbunden, die nur durch diese Personen begangen werden können.

Verantwortlich:

Polizeidirektion Süd
Pressestelle

Juri-Gagarin-Straße 15-16
03046 Cottbus

Telefax: 0355 4937-2002
pressestelle01.pdsued@polizei-internet.brandenburg.de

Telefon: 0355 4937–2020
Zum Impressum des Polizeipräsidiums


Das könnte Sie auch interessieren